30. Januar 2019, 19:04 Uhr

Ein Handy-Virus ermittelt

Der Kommissar ermittelt nicht, sondern ein Handy- Virus. Klingt skurril, ist aber gar nicht so weit hergeholt. IT-Experte Robert Maier aus Bad Vilbel hat aus dieser Idee einen Krimi gemacht. Das gefiel seinem Verleger so gut, dass der Krimi in Serie gehen soll. Der Auftakt dazu ist jetzt erschienen: »Der Tote an der Nidda« – und könnte aktueller nicht sein.
30. Januar 2019, 19:04 Uhr
Eiskalt: Die Leiche wird an der Nidda gefunden. Daher hat Autor Robert Maier aus Bad Vilbel seinen ersten Krimi »Der Tote an der Nidda« genannt. Darin soll es alles andere als beschaulich zugehen. (Foto: pe)

Eigentlich sollte es nur ein Scherz sein. Der Vater installiert einen Virus auf dem Handy seines Sohnes, das die Anrufe fehlleiten soll. Doch plötzlich steckt der Sohn mitten in polizeilichen Ermittlungen und einem Mord: Gefunden wurde ein Toter an der Nidda, und nun ermittelt kein Kommissar, sondern ein Handy-Virus.

Klingt alles etwas skurril, doch ist gar nicht so weit hergeholt. Das meint zumindest Robert Maier. Der Bad Vilbeler ist selber IT-Experte und hat sich diesen ungewöhnlichen Dreh für seinen neuen Krimi ausgedacht. Verleger Gerd Fischer fand das Manuskript so gut und die Idee so innovativ, dass er daraus mit Autor Maier eine Krimi-Reihe machen will, in der Daten-Hacking, Daten-Leaks und IT-Sicherheit die Hauptrolle spielen.

Robert Maier wollte sich schon lange in einem Roman mit der digitalen Welt, den Verlockungen und Tücken, befassen. Er selber ist IT-Experte und kennt sich aus. Jetzt hat er daraus seien ersten Krimi gemacht und lässt ihn zwar nicht in seiner Heimat, aber mitten in Frankfurt spielen. Deshalb war der Stoff auch wieder ein perfektes Manuskript für den Altenstädter Verleger Gerd Fischer und dessen Main-Book-Verlag aus Frankfurt (die WZ berichtete).

Bei der Ankündigung für das Buch »Der Tote an der Nidda« horcht man auf: »Ein Handy-Virus ermittelt«, ist dort zu lesen. Kann das überhaupt gehen? »Kann es«, sagt Autor Maier. Denn mit Viren auf Handys und Computern seien mehr Dinge möglich, als sich der geneigte Nutzer vorstellen könne.

In seinem Krimi macht sich das Handy nicht komplett selbstständig, sondern macht mehr als es soll. Die Idee zu diesem Virus hatte Protagonist Olaf im Krimi »Der Tote an der Nidda«. Er hat viele Jahre als IT-Experte gearbeitet und ist nun im Ruhestand. Sein Sohn arbeitet bei der Polizei, hat es dort aber schwer, also will Papa Olaf helfen. Das Virus, eine geheime Rufumleitung, ist der Scherz. Immer wenn der Sohn jemanden anrufen möchte, sollen die Gespräche in den Frankfurter Rotlichtbezirk oder das Bahnhofviertel umgeleitet werden – so zunächst der Einfall des Vaters. Aber das klappt nicht. Der Sohn hat als Polizist zwar Zugriff zu geheimen und internen Infos der Polizei, sieht Fotos und kann Zeugenprotokolle einsehen. Das Virus aber schickt diese plötzlich an Papa Olaf. Eine Überraschung für den Vater, denn Olaf dachte, er hätte diese Funktion beim Virus nicht aktiviert.

Olaf ist fasziniert und beginnt, selber zu ermitteln. Allerdings ohne, dass sein Sohn das weiß oder mitkriegt. Schließlich hackt sich der Vater noch in den Laptop des Mordopfers. Olaf hofft, seinem Sohn heimlich irgendwann den entscheidenden Tipp geben zu können, damit sein Sohn den Mörder schnappen kann. Mehr will Autor Maier noch nicht verraten. Das Werk ist gerade erschienen. Am Donnerstag 31. Januar, wird er es bei einer Premierenlesung in der Stadtbücherei Bad Vilbel vorstellen.

Bis nach Kalifornien

Maier hat, wie es sich gehört, viel vor Ort in Frankfurt recherchiert. Beim Dreh- und Angelpunkt Frankfurt bleibt es aber nicht, denn Olafs Kompagnon geht im Krimi auch auf Reisen nach Kalifornien.

Robert Maier ist studierter Diplom-Physiker, arbeitet seit 30 Jahren als IT-Experte und beschäftigt sich mit der IT-Sicherheit. Er kennt sich, wie er sagt, im Metier sehr gut aus, hat sich bei der einen oder anderen Fragestellung aber Rat von Experten geholt. So hat er beispielsweise eine Führung in der Goethe-Uni in Frankfurt mitgemacht, um die Uni perfekt beschreiben zu können.

Für den fiktiven IT-Experten Olaf soll noch lange nicht Schluss sein. Er will und wird weiter ermittelt, wie es aber für den Rentner dazu kommen kann, möchte Autor Maier noch nicht sagen. Immerhin ist Verleger Gerd Fischer sicher, dass aus der Thematik und mit den Protagonisten eine spannende Krimi-Reihe entstehen wird.

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