21. Januar 2019, 20:17 Uhr

Ein Glücksfall für den Chor

21. Januar 2019, 20:17 Uhr
Konzentriert und noch mit Liedtexten proben die Mitglieder des Chores Klangbad. Männerstimmen werden immer noch gesucht. (Fotos: lod)

Zu den Höhepunkten im Kulturtaucherprogramm im Theater »Altes Hallenbad« gehören seit sechs Jahren die alljährliche Eigenproduktion einer Oper. Die Idee dazu hatte die in Bad Nauheim lebende Sängerin Cornelia Haslbauer. In den ersten Jahren wurde dazu jeweils ein Projektchor gegründet.

Daraus entstand im Februar 2016 der »Klangbadchor«. Dieser steht seit seiner Gründung unter der Leitung des Bad Vilbelers Daniel Görlich, der nach seinem abgeschlossenen Germanistikstudium und einem Studium für Schulmusik sowie Dirigieren (Orchester) aktuell an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt den Diplomstudiengang Dirigieren (Chor) belegt.

»Daniel ist für uns ein Glücksfall«, meint Haslbauer. Das Kompliment gibt der 28-Jährige gleich zurück. »Der Chor ist etwas Besonderes. Solche Chorliteratur wird von Amateuren nur selten gesungen. Es herrscht eine große Motivation, zu den Proben zu kommen,« sagt Görlich, der den Chor als »Freie Operncompagnie« bezeichnet.

Aktuell sind es 35 Sängerinnen und Sänger, die sich meist samstags, hin und wieder auch mittwochs, treffen, und dies nur zwei- bis dreimal im Monat. Görlich: »Wir proben recht wenig, doch das klappt.« Es sind durchweg erfahrene Sängerinnen und Sänger, die momentan für ihren ersten eigenständigen Auftritt im Alten Hallenbad oder in der Bad Nauheimer Waldorfschule proben. Dabei handelt es sich um ein großes Opern- und Operettenkonzert unter dem Titel »Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht«, das am Freitag, 1. März, im Alten Hallenbad stattfindet.

Dargeboten werden unter anderem Ausschnitte aus der Verdi-Oper »La Traviata«, Mozarts »Zauberflöte«, »Carmen« von Georges Bizets oder der bekannte Gefangenenchor aus »Nabucco.« Viele der Chormitglieder waren schon in einem der Projektchöre dabei, so wie die Friedbergerin Carina Daxer. »Der Anspruch hier ist besonders hoch. Es macht großen Spaß, denn hier ist einfach alles stimmig«, meint die erfahrene Sängerin, die jetzt nur noch im Klangbadchor singt.

Besondere Stimmbildung

»Carina Daxer hat mich angeworben«, mischt sich Anika Frey ein. Erst vor einem Jahr kam die Steinfurtherin, die noch in einem Chor in Rockenberg singt, dazu. »Im Gesangverein singen wir alles Querbeet, hier ist es eine Chorliteratur, die einem im Verein so nicht geboten wird«, so die Sängerin.

Einer der wenigen Männer im Chor ist Dr. Martin Saltzwedel. Der Friedberger, der noch in der Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde singt, war schon im Projektchor für die Mozart-Oper »Fidelio« dabei. »Eine große Besonderheit in diesem Chor ist die Stimmbildung, die Daniel Görlich exzellent macht. Und wir singen Werke, die man als Laie sonst gar nicht singen kann«, sagt der Kreisstädter.

Stimmbildung, sowohl einzeln als auch in einer kleinen Gruppe, bietet zusätzlich Cornelia Haslbauer an. »Wir haben schon zu sechst in meinem Wohnzimmer gesessen und gesungen«, erzählt die Gründerin der Freien Opernkompanie, auf die nach dem großen Konzert am 1. März schon die nächste Aufgabe wartet.

Dann wird für die erste Operettenproduktion im Alten Hallenbad geprobt. Gespielt wird dann im September mit »Die Fledermaus« von Johann Strauß eine der bekanntesten Operetten überhaupt. Die Regie liegt dann, wie schon bei den Opern, in den bewährten Händen von der in der Kreisstadt lebenden Regisseurin Veronika Brendel von der Frankfurter Theatercompagnie Tagträumer.

»Wer Lust und Erfahrung im Chorgesang hat, der kann gerne mitmachen. Wir suchen vor allem Männerstimmen«, sagt Haslbauer.

Wer beim Klangbadchor mitmachen möchte, der kann sich per E-Mail unter opern@aha-friedberg.de mit Cornelia Haslbauer in Verbindung setzen. Karten für das Opern- und Operettenkonzert am 1. März im Alten Hallenbad, Beginn 19.30 Uhr, gibt es unter anderem im Ulenspiegel, in der Buchhandlung Bindernagel und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

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