Wetterau

Ein »Friedpark« für Assenheim?

Die Opposition im Stadtparlament wünscht sich die Einrichtung eines Friedparks am Friedhof in Assenheim. Rund um die Bäume im vorhandenen Parkgelände könnten Urnengräber entstehen. Mit ihrem gemeinsamen Antrag kämen sie einem vielfach geäußerten Wunsch aus der Bevölkerung nach, heißt es von CDU, Grünen und FDP.
26. August 2019, 22:02 Uhr
David Heßler
Direkt am Assenheimer Friedhof könnte ein Park für Baumgräber entstehen. Das wünschen sich CDU, Grüne und FDP. 	(Foto: Nici Merz)
Direkt am Assenheimer Friedhof könnte ein Park für Baumgräber entstehen. Das wünschen sich CDU, Grüne und FDP. (Foto: Nici Merz)

Die Opposition im Stadtparlament wünscht sich die Einrichtung eines Friedparks am Friedhof in Assenheim. Rund um die Bäume im vorhandenen Parkgelände könnten Urnengräber entstehen. Mit ihrem gemeinsamen Antrag kämen sie einem vielfach geäußerten Wunsch aus der Bevölkerung nach, heißt es von CDU, Grünen und FDP.

Sie beantragen für die Stadtverordnetensitzung am Donnerstag (siehe Extra-Artikel) dass der Magistrat eine Änderung des Flächennutzungsplanes erreichen soll, damit das vorhandene Parkgelände (Walterpark) in das Friedhofsareal einzubeziehen ist. Auf dieser Fläche sollen Urnengräber entstehen, mit einheitlich vorgegebenen, personalisierten Grabplatten in der Rasenfläche. Mit dieser Bestattungsform komme man einem viel geäußerten Wunsch nach. Viele Menschen würden gerne auf eine dauerhafte Urnengrabpflege durch die Familie verzichten wollen, aber gleichzeitig eine anonyme Bestattung ablehnen.

Nachdem die Grünen bereits vor längerer Zeit Verbesserungsmaßnahmen für die Niddataler Friedhöfe eingefordert hätten, diese aber noch im Beratungsgang eines Ausschusses steckten, hätten die drei Fraktionen als ersten konkreten Schritt den »Friedpark« beantragt. Da man mit dem Thema in Niddatal Neuland betrete, biete sich das bereits vorhandene Gelände mit parkähnlichen Baumbestand vor dem eigentlichen Friedhof in Assenheim für eine sofort umsetzbare Lösung an. Bei einer Ortsbesichtigung habe man festgestellt, dass die Umsetzung ohne große Investitionen möglich sei. Verbesserungen und Verschönerungen (wie Ruhebänke und Blumenrabatten) könnten sukzessive ergänzt werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Einrichtung der Baumgräber sei bereits in der Friedhofssatzung aufgenommen.

Mit einem »Friedpark« wäre auch nachhaltig sichergestellt, dass das Parkensemble auf Dauer für die Einwohnerschaft gesichert wird, da diese Fläche dann zukünftig in die Pflege des Friedhofgeländes eingehe. Weiterhin böten die Erfahrungen aus der Umsetzung eines »Friedparks« viele Optionen für alle Niddataler Friedhöfe, um dort Verbesserungen in Anlage und Pflege zu erreichen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/Wetterau-Ein-Friedpark-fuer-Assenheim;art472,621910

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