07. März 2019, 20:32 Uhr

Ein Fenster in die Vergangenheit

07. März 2019, 20:32 Uhr
»Gemeinsam für Melbach«: Der Vorstand mit den Festbüchern. (Foto: pm)

Das Festbuch zum Abschluss der beiden Jubiläumsjahre von »1200 Jahre Melbach« wird in einer Abschlussveranstaltung mit dem Titel »Des woars« am morgigen Samstag, 9. März, um 14 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Melbach vorgestellt. Der Verein lädt die Öffentlichkeit zu einem kleinen Rückblick auf die Festjahre bei Kaffee und Kuchen ein. Gleichzeitig können die Bücher zum Preis von 20 Euro erworben werden. Es gibt bereits viele Vorbestellungen, die Auflage ist begrenzt.

Nach der Gründung des Vereins »Gemeinsam für Melbach« im Jahr 2016 wurden in den vergangenen beiden Jahren über 35 Veranstaltungen durchgeführt. Die Bandbreite reichte von historischen Veranstaltungen über Konzerte und Lesungen bis zu Sportevents und Dorffesten.

Das Dorfjubiläum wurde vielfach literarisch begleitet. Bereits 2015 erschien die umfangreiche Melbacher Kirchengeschichte aus der Feder des Wölfersheimer Historikers Eugen Rieß, der dann 2018 auch die große Chronik zum Jubiläum vorstellte. Gleichzeitig präsentierte der ehemalige Melbacher Manfred Preiss ein Melbacher Familienbuch, das zum Tag der offenen Höfe im August 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Kochbuch und Reutzel-Sammlung

Bereits 2017 erschien ein Kochbuch unter dem Titel »So schmeckt Melbach«. Ebenfalls 2018 stellte der Verein »Gemeinsam für Melbach« aus der Hand des Wölfersheimer Lokalhistorikers und Literaten Herbert Meyer eine 800 Seiten umfassende Sammlung der Arbeiten des Lokalchronisten von Melbach, Karl Reutzel, vor.

Der Schlusspunkt wird nun mit dem Erscheinen des Festbuches unter dem Titel »1200 Jahre Melbach – Ein Fenster in die Vergangenheit!« gesetzt. Nach einer Idee von Magda und Thomas Gerlach beleuchten die Autoren, gemeinsam mit den Melbacher Vereinen und zahlreichen namhaften Co-Autoren, die Melbacher Geschichte der letzten 100 Jahre unter Berücksichtigung besonderer Themenkreise. Bei diesem Blick durch das »Fenster in die Vergangenheit« gewinnt der Leser überraschende Erkenntnisse bei einem fiktiven Spaziergang durch das alte Melbach. Er feiert ein Wiedersehen mit bekannten Persönlichkeiten der Ortsgeschichte, trifft auf Musiker, deren Ruf teilweise bis in internationale Ebenen hineinreichte, und kann die wechselhafte Geschichte der Melbacher Vereine studieren. Auch die Geschichte des Melbacher Wahrzeichens Haagwird beleuchtet, ebenso wie die Erinnerung an den ehemaligen Schulstandort.

Dem Bergbau und seiner Geschichte in der Wetterau und in Melbach ist ein eigenes Kapitel gewidmet, auch unter dem Blickwinkel der heutigen Diskussion um Ansiedlung von Wirtschaft und Industrie in der Region. Alte Sitten, Gebräuche und Anekdoten von Zeitzeugen dürfen natürlich auch nicht fehlen, ebenso wenig wie die Erkenntnis, dass es schon immer Flüchtlinge, bedingt durch Kriege, Flucht und Vertreibung, gab, die in der Fremde – so auch in Melbach – eine neue Heimat suchten und fanden.

Schließlich beleuchten die Autoren im Rückblick alle Veranstaltungen des Dorfjubiläums noch einmal in Wort und Bild und schaffen ein einmaliges Dokument einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung von »Gemeinsam für Melbach«. Begleitet von historischen und aktuellen Bildern entsteht so das Bild einer lebendigen Dorfgemeinschaft, in der es sich zu leben lohnt.

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