19. Dezember 2018, 18:41 Uhr

Ein Ei, das 60 Minuten kocht

19. Dezember 2018, 18:41 Uhr
Viele glückliche Gesichter gibt es beim Gruppenfoto der Bezirkslandfrauen. (Foto: pv)

200 Jahre »Stille Nacht! Heilige Nacht!« am Achensee: So hätte die Überschrift oder Ausschreibung der Fahrt lauten müssen, denn es war eine Adventsfahrt der besonderen Art, doch der Reihe nach. Kufstein am Inn war die erste Etappe der Reise. Anhalten und den Advent spüren, so schlenderte die Gruppe durch die Stadt und traf sich am dortigen Weihnachtsmarkt bevor es weiter zum Hotel Alpenblick in Maurach am Achensee ging. Das Abendessen, Sterne verdächtig.

Nach einem ebenso köstlichen Frühstück erlebte die Gruppe eine romantische Pferdeschlittenfahrt bei Sonnenschein. Anschließend führte der Reiseleiter durch die St. Notburgakirche in Maurach/Eben, eine Barockkirche, wir hörten von Notburga der großartigen Frau sowie dem Innwunder mit den Ochsen. Vorbereitend mit Wissen über »Stille Nacht! Heilige Nacht« machte sich die Gruppe zur Museumsweihnacht in Maurach. Technik und Handwerkskunst aus vergangenen Tagen, eingebettet in die Adventszeit. Beeindruckend, farblich dennoch ungewöhnlich, war die dortige Traktorenausstellung. Neugierige Landfrauen wissen jetzt, warum die Fahrzeuge dort alle in RAL 3000 restauriert und nicht in deren Originalfarbtöne sind.

Das Abendessen, auf der Speisekarte war zu lesen: Ein 60-Minuten-Ei: Für die einen ist das perfekte Ei, wenn es sechs Minuten gekocht hat, für den anderen muss es mindestens zehn Minuten kochen und knüppelhart sein. Das berühmte Onsen-Ei wurde serviert. Von Gourmets aus aller Welt als das perfekte Ei erachtet. Der Küchenchef beantworte die Frage nach dem perfekte Ei mit folgenden Worten: »Das Ei ins heiße Wasserbad bei 64,5 Grad legen und nach 45 Minuten ist die Konsistenz des Eigelbs noch etwas flüssig im Kern, bei 60 Minuten ist es dann schön dicht.« Die Damen beeindruckt und einig im Geschmack, perfekt.

Ausgerungen, viel gesungen

Gemütlich starteten die Damen in den Tag. Es hatte geschneit, in den Bergen – wunderbar. »Stille Nacht! Heilige Nacht« das bekannteste und weltweit am häufigsten gesungene Weihnachtslied. 2018, anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums, hatten die Landfrauen sich auf dessen Spuren gemacht. Der Achenkircher Ludwig Rainer, Gründer der Musikgruppe Rainer-Quartett, machte das Lied weltweit bekannt. Im Sixenhof, dem Heimatmuseum erhielt die Gruppe historische Einblicke, wie etwa in eine Kleidertruhe von Ludwig Rainer. Seine letzte Ruhestätte hat Ludwig Rainer auf dem Friedhof in Achenkrich. Auf seinem Grabstein liest man den Spruch: »Ausgelitten, ausgerungen, viel gereist und viel gesungen.«

Nachmittags hieß es dann Leinen los. Auf der MS-Innsbruck erlebten die Wetterauer Landfrauen in alpenländischer Atmosphäre einen schönen Nachmittag im Advent. Ein Abstecher zum Bergadvent in Pertisau, bevor man sich zum Abendessen im Hotel traf. Der Vorstand heizte am Abend richtig ein, oder waren es die Nüsschen, warum so manche Landfrau ins Schwitzen kam. Abschied nehmen von Maurach und weiter ging es nach Nürnberg zum Christkindlsmarkt.

Die Rückfahrt wurde in Wertheim Village unterbrochen, so konnte noch manches Weihnachtsgeschenk in weihnachtlicher Atmosphäre besorgt werden.

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