25. Oktober 2019, 19:11 Uhr

Ein Dankeschön für den Einsatz

25. Oktober 2019, 19:11 Uhr
Erste Stadträtin Marion Götz (l.) und Holger Kopsch (r.) haben zu dem Abend eingeladen. Mit dabei sind Mitglieder der Steuerungsgruppe (v. l.): Brigitte Sonntag, Anke Humm, Beate Neuwirth, Johannes Hartmann, Anita Grupp und Carl Cellarius. (Foto: lod)

Seit dem Beginn der Flüchtlingswelle engagieren sich viele Friedberger ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Am Donnerstagabend trafen sich etwa 60 Helferinnen und Helfer bei einer Dank- und Anerkennungsveranstaltung im Restaurant der Stadthalle. Erste Stadträtin Marion Götz und Holger Kopsch, seit April 2016 Leiter der Stabstelle Flüchtlingsbetreuung, hatten eingeladen. »Dieser Abend soll ein Dankeschön an alle sein, die im Bereich der Flüchtlingshilfe aktiv sind oder es über längere Zeit waren«, sagte Kopsch, der gemeinsam mit der Steuerungsgruppe des runden Tisches für Flüchtlinge die eingeladenen Helfer ausgesucht hatte.

»Diese kleine symbolische Geste war uns ein besonderes Bedürfnis«, sagte Götz, die sich auch im Namen von Bürgermeister Dirk Antkowiak und den anderen Magistratsmitgliedern für die uneigennützige Arbeit der Helferschar bedankte. Der Abend sei für sie und Kopsch zugleich ein Abschiedsabend, da die Flüchtlingsarbeit am Jahresende an den Kreis zurückgehe. »Formal sind wir dann nicht mehr zuständig«, erläuterte Götz.

Im Namen der Helferschar dankte Johannes Hartmann, Zweiter Vorsitzender des Internationalen Zentrums, für die Einladung: »Das ist eine besondere Wertschätzung unserer Arbeit, die am Anfang nicht rundlief.« Dies habe sich mit der Einstellung von Kopsch grundlegend geändert, denn »dies war ein Glücksfall«, wie es der Gründer des runden Tischs formulierte. Er hob außerdem das große Engagement von Susanne Domnick hervor. Die Pfarrerin wird Friedberg verlassen (die WZ berichtete).

Bevor das Büfett eröffnet wurde, ergriff Carl Cellarius das Wort: »Es war für uns alle interessant, fremde Menschen kennenzulernen und mit ihnen einen gemeinsamen Weg zu gehen. Ich habe jetzt zwei syrische Freunde.« Cellarius hat als Feuerwehrmitglied über 600 Geflüchteten das Thema Brandschutz nähergebracht. Viel Lob für die Veranstaltung gab es von den Gästen. »Es ist schon schön, dass diese Geste gekommen ist. Ich hoffe, dass sich damit in der Stadt in Bezug auf das Ehrenamt etwas ändert«, sagte Kai Michel, der das integrative Musikprojekt »Andersland« zusammen mit dem Junity auf die Beine gestellt hat. Viel Lob gab es auch von der Fahrradgruppe, die seit fünf Jahren Fahrräder für Flüchtlinge aufbereitet und repariert. »Das hier ist wirklich besonders«, sagte Levon Simonian, der vor sieben Jahren aus Syrien geflüchtet war und Fahrradschrauber der ersten Stunde ist. »Das ist eine tolle Anerkennung unserer Arbeit«, lobten Manfred Eisenhauer und Bernd Dönges, die jedoch auf ein Problem hinwiesen: »Wir müssen am 15. November aus dem Gemeindehaus raus. Wir haben noch 30 Räder und würden gerne weitermachen«, beklagte Dönges. »Wer einen Raum für uns hat, der soll sich melden«, appellierte Eisenhauer.

Im Verlauf des gemütlichen Zusammenseins gab es für alle Geladenen ein Friedberg-Spiel und eine Friedberg-Tasse. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit gab es von Kopsch zusätzlich Blumen für Beate Neuwirth und Brigitte Sonntag sowie ein Weinpräsent für Johannes Hartmann.

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