28. Februar 2018, 20:32 Uhr

Ehrenamtspreis geht in die zweite Runde

28. Februar 2018, 20:32 Uhr
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Aus der Redaktion

»Dass Ehrenamt in Bad Nauheim einen besonders hohen Stellenwert genießt, hat sich in der parlamentarischen Beratung des SPD-Antrags für einen städtischen Ehrenamtspreis bestätigt«, schreiben die Bad Nauheimer Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung. Die WZ hatte im Nachgang zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung fälschlicherweise berichtet, der SPD-Antrag sei mehrheitlich abgelehnt worden. Das war jedoch nicht der Fall, vielmehr wurde der Antrag zur Beratung in den Kulturausschuss verwiesen. Die Redaktion bittet, den Fehler zu entschuldigen.

Bei der Begründung des Antrags machte Sinan Sert deutlich, dass es der SPD-Fraktion darum gehe, mit dem Antrag das Parlament und den Magistrat als Vertreter der Einwohner Bad Nauheims dazu zu bewegen, endlich auch als Stadt deutliche Akzente zu setzen und selbst aktiv zu werden, wenn es darum gehe, Ehrenamtliche wahrzunehmen, ihr Engagement anzuerkennen und auszuzeichnen. Bisher sei es stets nur bei lobenden Worten geblieben, die Ehrung sei Ehrenamtlichen überlassen worden. »Das ist so, als wenn man helfenden Freunden anbietet, sich den Dankeschön-Kuchen doch bitte auch selber zu backen«, zeigten sich laut Sert die Sozialdemokraten damit nicht zufrieden und regten deswegen einen städtischen Ehrenamtspreis an.

In der Debatte selbst hätten dann Fraktionen und Magistrat verdeutlicht, dass sie die Anregung ernst nähmen und auch eigene Ideen einbringen wollen. Der Antrag habe allerdings bereits im Vorfeld der parlamentarischen Diskussion für Aufregung und Aktivität gesorgt. So sei kurz nach Eingang des Antrags im Magistrat reagiert und das Ehrenamt mit einem eigenen Dezernat und der verantwortlichen Dezernentin Sigrid Bourdin »beehrt worden«, wie Sinan Sert von Hauptamtlichen erfahren habe, heißt es weiter in der Pressemitteilung. »Frau Bourdin hat langjährige Erfahrung im Ehrenamt und als Stadträtin. Mit etlichen Projekten, die sie bisher angestoßen und betreut hat, konnte sie bereits in den vergangenen Jahren positive Akzente in Bad Nauheim setzen«, gratuliert Sert der Dezernentin.

Stadt könnte Stiftung unterstützen

Im Vorfeld seien aber auch kritische Stimmen laut geworden, schreibt die SPD. So sei die Anregung der Partei auf den Einwand der Bad Nauheimer Bürgerstiftung gestoßen, die in ihrem Kreis jährlich ehrenamtliches Engagement ehrt und den Ehrenpreis der Bürgerstiftung gefährdet gesehen habe. Die Wogen seien aber geglättet worden. »Die Stiftung kann sich vorstellen, dass die Stadt zur Vergabe des Ehrenpreises der Bürgerstiftung einen finanziellen Beitrag leistet, sodass dann jährlich nicht nur ein, sondern mehrere Preise vergeben werden können.« Die SPD will nun im Fachausschuss die Idee der Bürgerstiftung gerne neben vielen eigenen Vorschlägen zur Ausgestaltung der Ehrung Ehrenamtlicher platzieren.



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