08. Februar 2018, 12:00 Uhr

Parlament

Drogenhandel hinter Wasserburg?

Den Rosbacher Stadtverordneten lag am Dienstag eine umfangreiche Tagesordnung vor, die Themen reichten von Drogenhandel bis Grünschnitt. Auch über die Zukunft des Freibads wurde gesprochen.
08. Februar 2018, 12:00 Uhr
Drogengeschäfte hinter der Wasserburg? Nein, sagt Bürgermeister Alber. Auch der Kripo lägen keine Erkenntnisse dazu vor. (Symbolfoto: dpa)

Drogenhandel hinter Wasserburg : Peter Scholz (Grüne) wollte wissen, was der Magistrat gegen den angeblich florierenden Drogenhandel zu tun gedenke, der auf dem Gelände hinter der Wasserburg stattfinde. »Anrufe bei der Ortspolizistin blieben unbeantwortet«, sagte Scholz. Alber berichtete von einem Gespräch mit der Kriminalpolizei. »Die Teichanlage ist dort bislang nicht als Umschlagplatz bekannt.« Rosbach gelte nach Kripo-Auskunft zudem nicht als Drogen-Brennpunkt. Man habe darum gebeten, den Bereich zu kontrollieren. Die Polizei empfehle, sich in dringenden Fällen direkt an die Kripo statt an die Schutzfrau vor Ort zu wenden, die mit Arbeit ausgelastet sei.

 

Zukunft Altes Rathaus : 35 Interessenten haben 2017 das Exposé des Alten Rathauses in Ober-Rosbach angefordert. Bürgermeister Alber teilte mit, es sei ein sogenanntes Markterkundungsverfahren durchgeführt worden. Die Immobilie wurde zum Preis von 249 000 Euro angeboten. »Vier Interessenten hatten nach der Außenbesichtigung kein Interesse mehr.« Mit dreien sei auch eine Innenbesichtigung durchgeführt worden. Aufgrund der hohen Investitionskosten hätten auch sie letztlich Abstand vom Kauf genommen. Aktuell sei man mit einem Rosbacher im Gespräch über weitere Nutzungsmöglichkeiten – etwa eine Sanierung oder Verwendung als Bürgerstiftung, teilte Alber mit. Mit Ergebnissen sei Mitte des Jahres zu rechnen.

 

Grünschnittannahme kostenlos: Mit großer Mehrheit haben die Stadtverordneten beschlossen, dass der Wertstoffhof künftig Grünabfälle in haushaltsüblichen Mengen kostenlos annehmen soll. Der entsprechende FWG-Antrag stammt aus dem Herbst 2017. Er sieht zudem vor, dass die kostenlosen Abfuhren von Grünschnitt vor der Haustüre reduziert und gegebenenfalls kostenpflichtig werden, um dadurch anfallende Aufwendungen zu decken. Bürgermeister Alber sprach sich gegen den Vorschlag aus. Auf die Stadt könnten bei Umsetzung jährlich bis zu 82 000 Euro zukommen. Wer viel Grünschnitt anliefere, der profitiere, die Allgemeinheit müsse die Kosten tragen. Alber regte eine Diskussion im Ausschuss an. Auch die FDP-Fraktion und Klaus Jacobi (»SALZ«) wollten im Ausschuss diskutieren, blieben mit dieser Idee allerdings allein.

 

Das Parlament hat entschieden: Das Freibad soll ins Förderprogramm des Landes aufgenommen ...

Hoffnung auf Geld für Freibad : Einigkeit herrschte darüber, dass der Magistrat Voraussetzungen schaffen soll, damit Rosbach am Schwimmbadinvestitions- und -modernisierungsprogramm des Landes Hessen teilnehmen kann. Hintergrund ist die mögliche Sanierung des Rodheimer Freibads (die WZ berichtete). Grünen-Mann Scholz kommentierte den FWG-Antrag vom September 2017 mit den Worten: »Es wäre schön, wir hätten den Antrag rechtzeitig behandeln können.« Soweit er wisse, seien die entsprechenden Anträge zur Teilnahme am Programm längst gestellt. Scholz monierte eine »Verschleppung von Anträgen«. Dieter Kurth von der »Stimme« erwiderte: »Herr Scholz, Sie sind wesentlicher Teil dessen, dass wir uns über Dinge teilweise erst Monate später unterhalten können.«

 

Neugestaltung der Bahnhöfe : Mit großer Mehrheit haben die Stadtverordneten sich dafür ausgesprochen, dass der Magistrat ein Konzept zur Neugestaltung der Bahnhofsgelände in Rodheim und Rosbach entwickeln soll. Der »Stimme«-Antrag hatte ursprünglich nur auf den Rodheimer Bahnhof abgezielt, wurde am Dienstagabend jedoch kurzerhand erweitert. Die Begründung des Antrags: Das Gelände biete seit Jahren einen unschönen Anblick, verdiene dringend eine Verbesserung. Die Neugestaltung könne auch zu einer verbesserten Annahme des Nahverkehrsangebots der Bürger beitragen. Ein SPD-Vertreter und die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung.

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