05. September 2018, 19:16 Uhr

Dritte Jugendverkehrsschule eröffnet

05. September 2018, 19:16 Uhr
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Aus der Redaktion
Freuen sich über das neue Fahrzeug der Jugendverkehrsschule (v. l.): Oliver Seibert, Daniela Weickert, Jürgen Sill, Annette Horhäuser, Lothar Weil, Bernd Junker, Landrat Jan Weckler, Ulrich Römer, Antje Heerdt und Gerhard Keller. (Foto: prw)

Mit der Anschaffung eines gebrauchten Kleinbusses ist die dritte Wetterauer Jugendverkehrsschule eröffnet worden. Zwei Kollegen des Regionalen Verkehrsdienstes Wetterau der Polizei unterstützen nun das Team aus bislang vier Kollegen.

Seit Schuljahresbeginn sind sechs Polizeibeamte in der Wetterau im Einsatz, um Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen speziell auf das Fahren mit dem Fahrrad im Verkehr vorzubereiten. »Geradeaus fahren können viele Kinder, aber wenn es ums Abbiegen geht, Handzeichen geben und dann noch über die Schulter zu blicken, wird es schon kritisch«, ist die Erfahrung von Gerhard Keller, dem Leiter der Direktion Verkehrssicherheit und Sonderdienste der Polizeidirektion Mittelhessen.

Im vergangenen Schuljahr wurden rund 2800 Schülerinnen und Schüler in 148 vierten Klassen geschult. »Dabei geht es um das sichere Fahrradfahren im Straßenverkehr«, erklärt Annette Horhäuser, »das lässt mitunter zu wünschen übrig. Hier sind auch die Eltern gefordert, mehr mit ihren Kindern zu üben.«

In vielen Grundschulen der Wetterau sind auf den Schulhöfen Übungsflächen eingerichtet, die realen Verkehrsflächen nachgebildet sind. Es gibt Straßenkreuzungen mit Ampelanlagen und Verkehrszeichen. Die Jugendverkehrsschulen üben mit den Viertklässlern im Schulhof und in der kühleren Jahreszeit in Turnhallen, um zum Abschluss im echten Verkehr korrekt die Spur zu halten, richtig abzubiegen, die Verkehrsschilder zu erkennen, aber auch um vorausschauendes und rücksichtsvolles Fahren.

Landrat Jan Weckler dankte den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten bei der Übergabe des dritten Fahrzeugs für die Jugendverkehrsschule für ihren Einsatz. Der Bedarf in der Wetterau ist allerdings steigend. Die Errichtung vieler Baugebiete und die hier zu erwartende Bevölkerungszunahme um 30 000 Menschen in der Wetterau lässt die Anschaffung eines vierten Fahrzeugs für die Jugendverkehrsschule wahrscheinlicher werden. Möglicher Standort könnte dann das Kasernengelände in Friedberg sein. Dort ist nach den Worten von Weckler auch eine Grundschule geplant.



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