01. April 2019, 21:12 Uhr

Drei statt 23 Pfarreien

01. April 2019, 21:12 Uhr

Bis 2030 wird die Zahl der gut 50 000 Katholiken in der westlichen Wetterau Berechnungen zufolge um 18 Prozent sinken. Das zwingt das Bistum Mainz zum Handeln. Künftig wird es im katholischen Dekanat Wetterau-West statt der bisher 23 Pfarreien in zwölf Pfarrgruppen nur noch drei Pfarreien geben. Die erste Phase des pastoralen Weges im Bistum war Thema einer außerordentlichen Dekanatsversammlung in Nieder-Mörlen.

Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz stellte dabei vor über 100 Teilnehmern aus den Wetterauer Pfarreien die konkreten Aufträge für das Dekanat vor. Auf breiter Basis werde nun bis zum Sommer 2021 für das Dekanat ein pastorales Konzept erarbeitet. In so genannten Kontraktgesprächen werde im Mai zwischen der Koordinierungsstelle für den Pastoralen Weg und dem Dekanat ein verbindlicher Fahrplan geschlossen.

Unterstützt wird das Dekanat von den Prozessberatern Magdalena Gessner und Bardo Zöller. »Die Dekanate sollen in einem möglichst breiten Beteiligungsprozess wahrnehmen und feststellen, was Menschen von der Kirche brauchen, ob sie bekommen, was sie brauchen und ob sie brauchen, was sie bekommen«, erläuterte Dr. Wolfgang Fritzen, Leiter der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg. Auf dieser Grundlage würden dann Konzepte entwickelt, die in den jeweiligen Dekanaten pastorale Schwerpunkte und zukunftsfähige Strukturen benennen.

Der pastorale Weg im Bistum Mainz steht unter der Überschrift »Eine Kirche des Teilens werden«. Bis zum 12. April finden in allen 20 Dekanaten des Bistums außerordentliche Dekanatsversammlungen statt. Eingeladen nach Nieder-Mörlen waren unter anderem haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden auch die stellvertretenden Vorsitzenden der Verwaltungsräte, die Pfarrsekretärinnen sowie – als Vertreter der Ökumene – der ACK-Vorstand eingeladen.

Bischof Peter Kohlgraf hatte im vergangenen September einen Vorschlag für den künftigen pastoralen Weg im Bistum Mainz präsentiert, der auch mit einer theologischen und strukturellen Neuorientierung einhergehen soll. Leitfigur soll der heilige Martin sein. Auch strukturelle Veränderungen in den Gemeinden vor Ort hatte der Bischof angekündigt. Die Pfarreien würden sich künftig aus mehreren lokalen Einheiten zusammensetzen. »Die Pfarreien verstehe ich als Verwaltungseinheiten. Sie begleiten und unterstützen das Leben in den Gemeinden vor Ort«, betonte Kohlgraf. Bis zum Jahr 2030 sollen die derzeit 134 Pfarrgruppen und Pfarreienverbünde im Bistum zu ca. 50 Pfarreien zusammengeführt werden.

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