22. August 2019, 19:56 Uhr

Dramatik pur in Entenhausen

22. August 2019, 19:56 Uhr
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Aus der Redaktion
Beim 14. Griedeler Entenrennen kontrolliert Steffen »Jupp« Roth, als »Enten-Papa« den ordnungsgemäßen Verlauf. (Fotos: pm)

Die Idee, sich an Quietschentchen nicht nur in der Badewanne zu erfreuen, sondern sie auch auf einem fließenden Gewässer um die Wette schwimmen zu lassen, wurde 1987 im kanadischen Ottawa geboren. Seitdem haben sich Entenrennen auch in etlichen deutschen Gemeinden zu einem Riesenspaß für Jung und Alt entwickelt. Ihre Erlöse fließen regelmäßig in die Arbeit gemeinnütziger Vereine. So auch in Griedel.

Der TSV, der Handball-Förderverein und der Verein »Fun for youngster«, der sich besonders der Förderung des Jugend-Handballs und -Turnens verschrieben hat, hatten 2006 ihr ersten Entenrennen an der Wetter ausgetragen. Von Anfang an dabei war Jürgen Weiß. Anfangs war man noch etwas skeptisch, aber schon der Erfolg ließ alle Kritiker verstummen.

Seitdem wird das Griedeler Entenrennen jedes Jahr abgehalten. Auch die 14. Ausgabe in diesem Jahr zog am Sonntag Besucher von nah und fern an. Über 1000 Entenaktien waren im Vorfeld verkauft worden, die ihren Anteilseignern bei einer guten Platzierung ihrer Ente(n) verlockende Sachpreise versprachen. Mehr als 1500 Besucher fanden den Weg an die Auen der Wetter. Den Reigen eröffneten wieder die mit viel Liebe und Fantasie ausstaffierten Riesenenten der heimischen Kitas und Grundschulklassen.

Man kennt die Wetter als gemächlich vor sich hinplätscherndes Flüsschen, aber heimtückische Unterströmungen und Untiefen scheint es dort auch zu geben; Sie stellten den Rennverlauf oft auf den Kopf und nach einem dramatischen Herzschlag-Finale unter frenetischen Anfeuerungsrufen der Zuschauer hatte am Ende die Ente der Kita Wiesengrund (»Bienengruppe«) knapp die Nase vorn, die Kinder wurden dafür mit einem Besuch im Eissalon belohnt. Aber auch die anderen Gruppen gingen nicht leer aus, es gab für sie Besuche (Mathematikum, Wasserwerk, Kelterei), Bücherkisten, Gutscheine von Geschäften vor Ort oder Eintrittskarten ins Hallenschwimmbad.

Über den ersten Platz, eine achttägige Kreuzfahrt, konnte sich Maximilian Schepp aus Griedel freuen. Auf die Zweitplatzierte Nadja Dietz wartet ein Wochenende mit einem Porsche und die Drittplatzierte Maria Zarifoglu wird ein Wochenende für zwei Personen an der Mosel genießen.



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