31. Oktober 2019, 20:28 Uhr

Dienstauto für Wehrführung

31. Oktober 2019, 20:28 Uhr
Bei der Übergabe des neuen KdoW (v. l.): Andreas Braun, Silke Wabersich-Braun, Steffen Harendza, Lena Herget-Umsonst, Markus Ritter, Bertin Bischofsberger und Nicklas Pipperek.

Einen neuen Kommandowagen (KdoW) hat Bürgermeister Bertin Bischofsberger am Wochenende an Stadtbrandinspektor (SBI) Nicklas Pipperek übergebe. Damit wurde die Ausrüstung der Feuerwehr in der Stadt um einen wichtigen Baustein professioneller. Bisher mussten die Führungskräfte der Feuerwehr mit ihren Privatwagen zu Einsätzen und dienstlichen Terminen fahren.

»Es war nicht mehr zu verantworten, dass der Stadtbrandinspektor mit seinem Privatauto zum Einsatz fährt«, betonte Bischofsberger bei der Übergabe. Denn neben versicherungsrechtlichen Fragen, wenn der Pkw des SBI oder seiner Vertreter bei einer solchen Fahrt beschädigt worden wäre, gibt es praktische Gründe, die gegen die bisherige Notlösung sprechen. Im Gegensatz zu einem Feuerwehrfahrzeug hat eine Führungskraft mit ihrem privaten Pkw im Verkehr keine Sonderrechte. Weder darf sie Geschwindigkeitsbegrenzungen übertreten noch rote Ampeln überfahren. Schließlich hat sie auch keine Sondersignale wie Blaulicht und Martinshorn, die eine solche Einsatzfahrt mit Sonderrechten absichern würden.

SUV mit Allradantrieb

Bischofsberger erläuterte, dass die Beschaffung des KdoW möglich war, weil die Stadtverordneten dafür im Haushalt 30 000 Euro bewilligt hatten. Er dankte dem Echzeller Autohaus Wabersich, das den Kauf eines Ford Kuga zu Sonderkonditionen für die Feuerwehr ermöglicht hatte.

Der kompakte SUV mit Allradantrieb musste vor der Übergabe noch an die Bedürfnisse der Einsatzkräfte angepasst werden. Hierzu verbaute Steffen Harendza von der Bönstädter Firma SLStronic umfangreiche Zusatzausstattung. Das Auffälligste äußere Merkmal ist dabei neben der Beklebung mit Reflexstreifen der Lichtbalken auf dem Dach für das Sondersignal, der auch einen Lautsprecher für Durchsagen enthält. Im Innenraum befinden sich ein Digitalfunkgerät mit Freisprecheinrichtung und zwei Ladestationen für Handfunkgeräte. Damit der SBI oder seine Vize bei einem Notfall schnell helfen können, sind im Kofferraum eine Handlampe, ein Erste-Hilfe-Rucksack und ein Handfeuerlöscher verstaut. (Foto: sax)

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