12. Juni 2017, 19:26 Uhr

Die Mauer soll bleiben

12. Juni 2017, 19:26 Uhr
Nach der Bescheidübergabe machen sich die Förderer der Stadtmauer ein Bild von den Sanierungsarbeiten. (Foto: pv)

Die historische Stadtmauer Münzenbergs ist an vielen Stellen marode und von Erosion und Pflanzenbewuchs bedroht. Die Stadt und der Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg engagieren sich deshalb für den Erhalt der Mauer. Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler machte sich kürzlich ein Bild von den Arbeiten. Im Gepäck hatte er einen Bewilligungsbescheid über 5 000 Euro zur Förderung der Sanierungsmaßnahmen, den er Bürgermeister Hans Jürgen Zeiß überreichte.

»Die Stadtmauer Münzenbergs bildet zusammen mit der Burg ein wichtiges historisches Ensemble und ist Zeugnis des Mittelalters, einer Epoche, die das Bild der Wetterau geprägt hat«, sagte Weckler. Es beeindrucke ihn, dass sich neben der Stadt auch ein ehrenamtlich tätiger Verein, der Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg, stark für deren Erhalt engagiert und sich mit über 33 000 Euro an der Sanierung beteiligt.

Nach der Bescheidübergabe ließ sich der Erste Kreisbeigeordnete noch von Bürgermeister Hans Jürgen Zeiß, der künftigen Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer, Erstem Stadtrat Alexander Heise, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Uwe Müller sowie von Dr. Hans-Albrecht Riek vom ausführenden Ingenieurbüro über das Gelände führen. Bürgermeister Zeiß wies darauf hin, dass die Stadt Münzenberg erhebliche Mittel in diese Erhaltungsmaßnahmen investiert habe. Dennoch seien diese umfangreichen und dringend notwendigen Arbeiten nicht ohne weitere öffentliche Fördermittel wie aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm des Bundes und Komplementärmitteln des Landes Hessen durchzuführen gewesen.

Der Ingenieur zeigte anhand von Beispielen, wie ein umfassender Bewuchs für schwere Schäden am und im Mauerwerk gesorgt hat. Diese müssten nun mit örtlichem Basalt ausgebessert werden. Uwe Müller informierte über die Münzenberger Stadtmauer. Sie sei gegen Ende des 13. Jahrhunderts fertig gewesen. Im Südosten habe man Teile der imposanten Mauer um das Jahr 1820 abgerissen und die Steine zum Neubau des Hattsteiner Hofs genutzt.

»Wir freuen uns gemeinsam mit Stadt und Freundeskreis, wenn die Stadtmauer in Zukunft wieder ein sichtbarer Teil des Stadtbildes wird«, sagte der Erste Kreisbeigeordnete.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Arbeiten
  • Burgen
  • Freundeskreis
  • Förderung
  • Hans Albrecht
  • Hans Jürgen Zeiß
  • Jan Weckler
  • Mittelalter (500 - 1419)
  • Stadtbefestigung
  • Uwe Müller
  • Münzenberg
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos