28. Dezember 2018, 21:23 Uhr

»Die Korken knallen lassen«

28. Dezember 2018, 21:23 Uhr
Die Musiker des Bad Nauheimer Kur-Sinfonieorchesters begrüßen das neue Jahr wieder mit zwei Neujahrskonzerten. (Foto: Weigelt)

Was wäre das neue Jahr in Bad Nauheim ohne die Konzerte des heimischen Kur-Sinfonieorchesters? Das Orchester mit Konzertmeister Michael Strecker lädt auch 2019 zum Neujahrskonzert im Stile der Wiener Philharmoniker in den Großen Konzertsaal der Trinkkuranlage Bad Nauheim. Wegen der großen Nachfrage werden zwei Konzerte gespielt. Die Premiere ist am Freitag, 4. Januar, um 19.30 Uhr, das Nachmittagskonzert am Samstag, 5. Januar, um 15.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf läuft bereits auf Hochtouren, nur noch wenige Eintrittskarten sind erhältlich.

Konzertmeister Michael Strecker hat sich früh mit der Programmplanung befasst. Geboten werde diesmal ein Mix aus Bewährtem und Neuem. Die Leitung des Orchesters übernimmt 2019 erstmals Dirigent Martin Spahr vom Stadttheater Gießen und Wiesbaden, der auch schon die Berliner Philharmoniker dirigiert hat. Moderieren wird wie in den Vorjahren der beliebte Bariton Georg Gädker. Gesangliche Höhepunkte sind von der Sopranistin Annika Gerhards zu erwarten, die in den Jahren 2013 bis 2016 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper war.

Traditionen und Neues verknüpfen

»Als Quartett haben wir uns auch bei den Planungen abgestimmt«, so Strecker. Sowohl die Solisten als auch das 43-köpfige Orchester sollen sich mit dem Repertoire wohlfühlen. »Jeder kann auch immer seine Wünsche einbringen.« Wichtig sei bei der Auswahl der Werke, Traditionen zu pflegen, diese aber zugleich auch mit Besonderheiten zu verknüpfen. Dass viele Bad Nauheimer bereits mit Vorfreude auf die Konzerte blicken, sei für alle Musiker sehr motivierend.

Bereits in der Stunde vor Konzertbeginn werden die Gäste zum musikalischen Empfang durch das »Romantik Duo« im Foyer erwartet. Beim Neujahrskonzert werden dann Werke von Johann Strauss Sohn, etwa der Walzer »Märchen aus dem Orient« oder die Freikugel Polka Wiener Flair gespielt. Aus Mozarts »Zauberflöte« werden die Ouvertüre und ein bezauberndes Duett erklingen. Aber auch die großen Erfolge aus der Operette »Im weißen Rößl« von Ralph Benatzky und dem Musical »Anatevka« von Jerry Bock oder auch große Melodien aus »Roméo et Juliette« stehen auf dem Programm. »Wir werden auch den 100. Geburtstag von Leonard Bernstein würdigen«, verraten Michael Strecker und Musikschulleiter Ulrich Nagel. »Musikalisch möchten wir die Korken knallen lassen.« Da dürfe auch eine Überraschung nicht fehlen.

Dass erstmals Martin Spahr das Dirigat des Kur-Sinfonieorchesters übernehmen wird, freut alle. Martin Spahr ist als Kapellmeister und musikalischer Leiter der Schauspielsparte am Stadttheater Gießen engagiert. Kern seines Repertoires bilden, neben dem zeitgenössischen Musiktheater, Instrumentalkonzerte. 2017 leitete Spahr die Uraufführung des Tanztheaterabends Titus Andronicus, das vom Münchner Komponistenkollektiv 48nord für das Philharmonische Orchester Gießen komponiert wurde. 2018 debütierte er im Rahmen der Wiesbadener Maifestspiele und der Osterfestspiele Baden-Baden. Er dirigierte außerdem an der Polnischen Kammerphilharmonie.

Mit einem begrüßenden Neujahrskonzert verbinde Spahr zugleich Emotionen. Werke der Strauss-Dynastie gehörten für ihn ebenso dazu wie auch berührende Arien.

»Da haben wir mit Annika Gerhards eine herausragende Sopranistin gewinnen können«, freut sich Strecker. Derzeit singe Gerhards an der Oper Köln und an der Staatsoperette Dresden, ergänzt Nagel. Beide Herren teilen daher die Vorfreude vieler Bad Nauheimer und blicken gespannt auf das Neujahrskonzert.

Konzertkarten (mit fester Platzwahl) sind im Vorverkauf beim Bad Nauheimer Stadtmarketing erhältlich. Tickets gibt es ab 21 Euro (17 Euro ermäßigt) und an der Abendkasse ab 24 Euro (20 Euro ermäßigt).

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