08. November 2018, 18:41 Uhr

Der Sohn und das Volk der Sonne

08. November 2018, 18:41 Uhr

Einen Lichtbildervortrag über Peru hielt Dr. Klaus Möhlen bei der regelmäßigen Veranstaltung des Kultur- und Geschichtsvereins Oppershofen. Ein Schwerpunkt waren dabei die Kultur und das Großreich der Inkas, das seine Blüte zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatte und nach Eroberung durch die Spanier zerfiel. Es dehnte sich über 4000 Kilometer im Westen Südamerikas vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien aus. Es war ein bestens organisierter Ständestaat, an dessen Spitze ein Kaiser, der »Inka«, stand, der als Sohn der Sonne galt. Die alte Hauptstadt Cusco liegt im Andenhochland auf 3360m Höhe. Ein besonders beeindruckendes Zeugnis der Inkakultur ist das als Ruinenstadt erhaltene Machu Picchu. Es gilt als magisch-religiöses Zentrum des Sonnenkultes, aber auch als Zentrum der Macht, in dem sich der »Inka« häufig aufhielt. Anhand von beeindruckenden Lichtbildern gewannen die Zuhörer des Abends einen guten Eindruck von dieser alten Kultur mit ihren architektonischen Leistungen.

Paläste und Kathedralen

Hier beeindruckten vor allem die »Inkamauern« mit riesigen passgenau ineinandergefügten Granitblöcken, die alle per Hand mit Manneskraft zum Teil über weite Strecken bewegt worden waren, da die Inkas weder das Rad verwendeten noch Zugtiere kannten.

In seinem Reisebericht kamen viele Eindrücke der landschaftlichen Schönheiten Perus von der Pazifikküste, den angrenzenden Wüsten, den Balestainseln mit riesigen Vogelkolonien, dem Andenhochland und schließlich dem Titicacasee nicht zu kurz. Die Zentren der großen Städte Lima, Arequipa und Cusco sind sehr geprägt von den architektonischen Hinterlassenschaften der Spanier mit Palästen und Kathedralen im Stil des Barock, der sich im 17. Jahrhundert zum sogenannten Mestizen-Barock, entwickelt hatte, einem Barock, der stark von indianischen Motiven durchsetzt ist.

Am Schluss des Vortrages beeindruckten noch Bilder vom Titicacasee, dem größten Süßwassersee Südamerikas auf fast 4000 Metern Höhe, der 15 Mal so groß ist wie der Bodensee. Auf künstlich angelegten schwimmenden Schilfinseln lebt zum Teil heute noch das Volk der Urus, die stolz darauf sind, nie von den Inkas unterworfen worden zu sein.

Am Ende konnte Dr. Möhlen noch viele Fragen der interessierten Zuhörer beantworten. Dabei ging es neben weiteren Informationen zum Inkareich auch um ein Interesse am modernen Peru.

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