19. August 2019, 08:00 Uhr

Elvis Weekend

Der King als durchtrainierter Schüler

Bill Wallace, Ex-Kickbox-Weltmeister und Kampfsport-Trainer des King of Rock ’n’ Roll, war der Stargast beim Elvis Weekend in Friedberg. Im Museumshof und drumherum wurde einiges geboten.
19. August 2019, 08:00 Uhr
Humvorvoll erzählt Bill Wallace (M.) im Gespräch mit Günter Kiefer (l.) und Hadley Watson von seiner Freundschaft mit Elvis. (Fotos: lod)

Kampfsportler Bill »Superfoot« Wallace ist eine lebende Legende, nicht nur bei Kampfsportfans. 1972 lernte er Elvis Presley kennen, wurde dessen persönlicher Trainer, Bodyguard und Freund. Am Wochenende war der siebenfache Kickbox-Weltmeister der Stargast beim 12. Elvis-Weekend des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim/Friedberg im Hof des Wetterau-Museums. In zwei Gesprächen mit dem Vereinsvorsitzenden Günter Kiefer und Mitglied Hadley Watson erzählte Wallace, wie es zur Freundschaft mit dem King kam, der eine Karateschule mit ihm als Leiter aufbauen wollte.

»Elvis war einfach fantastisch, und er war ein sehr guter durchtrainierter Schüler«, beantwortete er die Frage einer Besucherin. Wallace entpuppte sich als Entertainer, der mit viel Spaß und Humor von seiner aktiven Zeit als Kampfsportler und seinen Erlebnissen mit dem King erzählte. Wallace: »Elvis hat schon mal ein Kino angemietet, um mit seinen Freunden ungestört Filme anzuschauen.« Vom Tod des King habe er während einer Autofahrt im Urlaub erfahren. »Plötzlich spielten alle Sender Elvis-Songs«, erinnert sich der topfitte 74-Jährige, der schon bei seiner Ankunft im Museums-Hof von den Elvis-Fans umringt wurde. Unzählige Fotos wurden geschossen.

Ausgebuchte Touren durch Kaserne

»Es ist toll, ihn hier zu haben«, freute sich Claus-Kurt Ilge, neben Sigrid Schulz, Peter Weidemann und Bernd Basting einer der Zeitzeugen, die Elvis in seiner Zeit in Friedberg und Bad Nauheim hautnah erlebt haben. Am Freitag leitete Ilge die Bustour »G.I. Blues«, die zu den Originaldrehorten des gleichnamigen Films im Rheingau führte. Ausgebucht waren am Samstagvormittag die beiden Touren mit dem Setra-Nostalgiebus durch das Kasernenareal. An der ersten Fahrt nahmen auch Bürgermeister Dirk Antkowiak und Erste Stadträtin Marion Götz teil. »Vor allem die Fans aus England waren begeistert«, zog Ilge ein positives Fazit. Das Motto »Von Elvis-Fans für Elvis-Fans« sei mit Leben gefüllt worden. Im Museumshof bot der Verein dieses Jahr nur zwei Live-Acts, vermutlich ein Grund für die geringere Besucherzahl im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Elvis-Interpret Sigi Oster trat im typischen Elvis-Outfit auf und sang die großen Hits des King. Doch eines war anders: »Ich singe sie auf meine Art und erzähle die Geschichten dazu«, erklärte der Saarländer, der als Bundespolizist in Saarbrücken arbeitet. So kommentierte der Musiker den Inhalt des sozialkritischen Superhits »In the Ghetto« so: »Heute gibt es viel mehr solcher Plätze, wo niemand leben möchte. Und diese Orte sind alle von uns Menschen gemacht.« Bei den Elvis-Fans kam der 51-Jährige sehr gut an. Sie wollten Oster gar nicht mehr von der Bühne lassen.

Elvis im Amy-Winehouse-Stil

Elvis-Songs in einem ganz anderen Stil präsentierte Cheyenne Janas zusammen mit ihrem Vater Frédéric. Obwohl erst 18 Jahre alt, ist die Französin aus der Nähe von Paris schon seit vier Jahren im Popgeschäft aktiv. Sie verfügt über eine echte Blues-Röhre und singt die Elvis-Klassiker eher im Stil von Amy Winehouse, ihrem großen Vorbild. Und das intensiv und kraftvoll. Begleitet wird sie von ihrem Vater, dem Chef einer Rockabilly-Band, der mit seinen Soli auf der E-Gitarre begeisterte. »Ich liebe Elvis und seine Songs«, sagte Cheyenne, und das spürten die Fans vor der Bühne.

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