26. Januar 2017, 19:22 Uhr

Der Kalender ist prall gefüllt

Im Jahr 817 fing alles an: Melbach wird im Codex Eberhardi des Klosters Fulda, wo ein gewisser Walter seine Güter in Melbbach (damalige Schreibweise) dem heiligen Bonifatius in Fulda schenkt, erwähnt. Zur Datierung bestehe die fachliche Meinung, den betreffenden Abschnitt in die Jahre 802 bis 817 einzuordnen. Dabei basiere diese Datierung auf den Amtsjahren des Fuldaer Abtes Ratgar (802–817). Zweifel an dieser Datierung bestünden nicht. Somit wäre mit dem Jahr 817 ein sicherer Terminus des 1200-jährigen Dorfjubiläums gegeben.
26. Januar 2017, 19:22 Uhr
Avatar_neutral
Von Ottwin Storck

Im Jahr 817 fing alles an: Melbach wird im Codex Eberhardi des Klosters Fulda, wo ein gewisser Walter seine Güter in Melbbach (damalige Schreibweise) dem heiligen Bonifatius in Fulda schenkt, erwähnt. Zur Datierung bestehe die fachliche Meinung, den betreffenden Abschnitt in die Jahre 802 bis 817 einzuordnen. Dabei basiere diese Datierung auf den Amtsjahren des Fuldaer Abtes Ratgar (802–817). Zweifel an dieser Datierung bestünden nicht. Somit wäre mit dem Jahr 817 ein sicherer Terminus des 1200-jährigen Dorfjubiläums gegeben.

Aufgrund des gleichzeitigen Berstädter Jubiläums und des Kreisfeuerwehrverbandsfests in Södel in diesem Jahr sind die Melbacher mit ihren Hauptveranstaltungen »1200 Jahre Melbach« auf 2018 ausgewichen. Dort soll im Februar oder März der Melbacher Lokaljournalist Karl Reutzel mit einer Ausstellung und Gedenkfeier gewürdigt werden.

Auf 2018 ausgewichen

Die akademische Feier mit einer Baumpflanzaktion ist für den 28. April 2018 terminiert. An diesem Tag wird auch die zweiteilige Festchronik präsentiert. Diese wird aus einem Buch von Lokalhistoriker Eugen Rieß und einer Festschrift der Ortsvereine bestehen. Am 31. Mai schließt sich ein Dorffest mit historischen Ausstellungen und Vorführungen und Kunstgwerbe in verschiedenen Höfen mit anschließender Abendveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus an. Der Melbacher Haag, ein aufgeschütteter Erdhügel vermutlich aus der Keltenzeit und Wahrzeichen des Ortes, ist Schauplatz des Hauptfests von 1. bis 3. Juni 2018. Einem Schlager- und Oldieabend folgt die Jubiläumsparty und am Schlusstag Darbietungen der örtlichen Vereine.

28 Veranstaltungen stehen auf dem Kalender. Dazu gehören auch bisherige Vereinsveranstaltungen, die angesichts des Jubiläums in einem größeren Rahmen stattfinden.

Der Startschuss erfolgt am morgigen Samstag um 9.30 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus. Von dort geht es sowohl am Vor- als auch am Nachmittag auf eine jeweils rund fünf km große Tour per Fuß oder Wagen ab 10 Uhr und 13.15 Uhr durch die Gemarkung zu markanten Stellen. Melbacher Bürger werden dort beispielsweise über die Schinkkaut, Scheerschneiders Kieskaut, das Wasserwerk, das alte Bergwerk oder den Melbacher See informieren. Begriffe, die nicht alle jedem Melbacher bekannt sein dürften. Für Essen und Getränke ist gesorgt. Ab 16 Uhr erfolgt am DGH die Verköstigung aus der Gulaschkanone. Und um 17 Uhr wird im Dorfgemeinschaftshaus das Jahresprogramm detailliert erläutert.

Schon am 4. Februar geht es mit einer Lesung von Herbert Meyer und Gerhard Wächter weiter im Jubiläumsprogramm. Gleichzeitig stellt bei einem musikalischen Rahmenprogramm der Melbacher Maler Hermann Schleuning für zwei Tage Bilder unter dem Motto »Zwischen Münzenberg und Ronneburg« vor.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos