09. April 2019, 20:27 Uhr

Das stärkste Mädchen der Welt

09. April 2019, 20:27 Uhr
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Von Harald Schuchardt
Annika (Michaela Hess) und Tommy (Inge Kern) beobachten die Verfolgungsjagd der Polizisten (Thomas Walter, l.) und (Marcus Kern). (Fotos: lod)

Drei Tage stand die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf in Ockstadt. In fünf ausverkauften Vorstellungen spielte die Theaterbühne Mäuseburg am Wochenende die fröhliche Geschichte um Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf.

Jedes Mal, wenn Pippi ihren vollständigen Namen nannte und dazu über die Bühne tanzte, jauchzten und lachten alle gleichermaßen. Conny Kleinert war in die Rolle des alleine in der Villa Kunterbunt lebenden, stärksten Mädchen der Welt geschlüpft.

Eine bessere Wahl hätte es nicht geben können, kam sie doch mit ihrem Humor, ihrer Power und ihrem Spielwitz der »Film-Pippi« sehr nahe. Schon als sie ihren beiden neuen Freunden Annika (Michaela Hess) und Tommy (Inge Kern) ihr Pferd »kleiner Onkel« und ihren Affen »Herr Nilsson« vorstellte, wurde viel gelacht.

Torte ins Gesicht

Natürlich muss Pippi sich gegen die Erwachsenen durchsetzen, vor allem gegen Frau Prysselius (Sigrun Walter), die die in ihren Augen unerzogene Göre in ihr Kinderheim holen will. Da helfen auch die beiden trotteligen Polizisten (Marcus Kern und Thomas Walter) nicht. Deren Verfolgungsjagd mit Pippi endet auf dem Dach der Villa Kunterbunt. Der Abstieg der beiden vom Dach wird zu einer lustigen, heftig beklatschten Slapstickeinlage. Marcus Kern spielte zuvor in einer kleinen Rolle den starken Adolf auf dem Jahrmarkt. Diesen besiegt Pippi in einem Ringkampf, doch das Geld darf der Ausrufer (Sabine Ratz) behalten, Pippi hat genug Goldstücke in einem Koffer, hinter dem die beiden Bösewichte Donner Karlsson und Blom (Sandra Kleiner und Silke Bünzel) her sind. Mit denen hat Pippi ebenso wenig Probleme, wie bei ihrem Schulbesuch mit Lehrerin Frau Herrmann (Anette Ewald), die an der frechen Pippi, die unbedingt »Plutimikation« lernen und die Weihnachtsferien erleben will, fast verzweifelt. Frau Herrmann ist zusammen mit Frau Granberg (Petra Rogalla) auch Gast beim Kaffeekränzchen von Frau Settergren (Christine Kipp), das Pippi kräftig aufmischt. Schließlich landet eine Torte im Gesicht einer der Frauen, sehr zur Freude der Besucherschar.

Und dann taucht doch noch Pippis verschollener Papa, der Piratenkapitän Langstrumpf (Kathrin Schulze), samt Matrosen und dem Piratenschiff »Hoppetosse« auf. Erst will Pippi wieder auf große Fahrt gehen, doch dank dem herzzerreißenden Weinen von Annika und dem so traurig herein blickenden Tommy, entschließt sich Pippi, doch in der Villa Kunterbunt zu bleiben.

So endet das fröhliche Spiel mit einem großen Fest. Alle tanzen gemeinsam zum Pippi-Song, und die Besucher klatschen begeistert mit. Der Beifall für die 15-köpfige Truppe, zu der auch Souffleusen Ute Brauburger und Michaela Schmitt (Technik) gehören, wollte kein Ende nehmen. Zum Gelingen der äußerst kurzweiligen Aufführung trug einmal mehr die Ockstädter Firma »Floodwave« mit perfektem Licht bei.

Nicht zu vergessen das hervorragende Bühnenbild, erstmals mit einer Drehbühne. Für die tolle Villa Kunterbunt und das Schiff gab es Sonderapplaus der Besucher. Nach der Vorstellung erhielten die Kleinen von Papa Langstrumpf noch ein (essbares) Goldstück und so manches Erinnerungsfoto mit Pippi wurde geschossen.



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