01. März 2018, 10:00 Uhr

Neues Buch

Das sind die hessische Hühnerhelden

Ein Schoßhühnchen, ein Leithahn und ein Oberhuhn: Alle im Mittelpunkt der Geschichte »Die Farm der Hühner«. Ausgedacht hat sich das Luise Link mit erstaunlichen Parallelen.
01. März 2018, 10:00 Uhr
Hier ist sie entstanden: Die Geschichte von Schoßhühnchen Erna, Hugo, dem Leithahn und Herma, dem Oberhuhn. Ausgedacht hat sich das Autorin Luise Link. (Fotos: cor)

»Ich wollt’, ich wär kein Huhn«, so lauten die ersten beiden Zeilen des Mottos im neuen Buch »Die Farm der Hühner – Fabelhaftes aus Hessen.« Geschrieben hat die unterhaltsame Erzählung die in Rockenberg lebende Autorin Ursula »Luise« Link. Erschienen ist das Buch bereits im Januar. Vorstellen wird die Autorin ihr neuestes Werk auf der Ernst-Ludwig-Buchmesse am 24. und 25. März in der Trinkkuranlage Bad Nauheim.

Ein Jahr lang hat sich Luise Link die Zeit genommen, um ihre Hühnergeschichte zu Papier zu bringen. »Ich habe lange recherchiert, einen Hühnermobil-Standort besucht und das Verhalten der Hühner studiert.« Vieles dazu habe sie persönlich beeindruckt. »Hühner sind intelligent, ganz individuelle Wesen.« Gerade in der jüngsten Zeit habe es viele neue Erkenntnisse über die Intelligenz und die Gefühlswelt von Tieren, insbesondere auch erstaunliche Entdeckungen hinsichtlich von Hühnern gegeben. All das habe sie inspiriert und nicht zuletzt auch die »Farm der Tiere«, die persönlich zu ihren Lieblingsbüchern zähle. Wer hier nach Parallelen Ausschau halte, könne einige entdecken. Das Buch richte sich daher auch an Jugendliche und Erwachsene.

Zum Inhalt: Irgendwo in Hessen, wo man von den Hügeln auf lang gestreckte Felder mit Rosen und Raps blickt, steht ein fahrbarer Hühnerstall. Dorthin verschlägt es das Schoßhühnchen Erna. Mit Hugo, dem Leithahn, Herrn Karl, einem alten Brahma, der Hessisch spricht und Herma, dem Oberhuhn, macht Erna nach und nach Bekanntschaft. Was zunächst wie ein Freiluftparadies mit Freunden ausschaut, entpuppt sich im Laufe der Zeit allerdings als Aufenthaltsort mit einigen Tücken. Auf der Hühnerwiese gibt es zudem ein Geheimnis. Etwas Schreckliches wird im Herbst passieren. Die naive Erna erfährt, was es mit der Farm der Hühner auf sich hat.

Die fabelhafte Perspektive erlaubt einen besonderen Blick auf das Verhältnis Mensch/Tier und die Problematik von Nutztierhaltung. Trotz ernsthaftem Hintergrund hat sich Luise Link aber für einen unterhaltenden Erzählstil entschieden. Cover und Illustrationen der Assenheimer Künstlerin Doris Bauer und neu-hessische Mundart tragen zum Spaß an der Erzählung bei. »Ich habe ganz bewusst keine belehrende Erzählung gewählt. Keine mit erhobenen Zeigefinger«, erklärt die Autorin. »Mein Text ist vor allem ein Blick auf das Leben der Hauptfiguren, ihre Freude und ihren Spaß, ihre Probleme und Gefahren.«

Die Erzählung habe viel Fabelhaftes, ihre Hauptfiguren seien ganz individuelle Charaktere. Das stimme mit den neuesten Erkenntnissen überein. »Hühner sind eben überhaupt keine dummen Hühner.« Bewusst habe sie dazu auch die Wetterau als Ort gewählt. Vor mehr als 30 Jahren zog sie nach Hessen. »Und ich lebe sehr gerne hier auf dem Land.«

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