24. Januar 2018, 19:17 Uhr

Ivonne Keller aus Dortelweil

Das haben Bethmännchen im Krimi zu suchen

Die Dortelweiler Autorin Ivonne Keller war wieder fleißig. Sie hat schon wieder geschrieben und veröffentlicht. Ihr neuer Kurzkrimi spielt mitten im Frankfurter Rotlichtviertel.
24. Januar 2018, 19:17 Uhr
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Von Christine Fauerbach
Hält die Anthologie stolz in den Händen: Ivonne Keller aus Dortelweil. (Foto: cf)

Die traditionellen Bethmännchen spielen eine entscheidende Rolle. Der Titel der Kurzgeschichte: »Bet, Männchen«. Und dafür hat Keller sogar mitten im Rotlichtviertel recherchiert.

»Bet, Männchen« ist in der Anthologie »Hessisch-kriminelle Weihnacht« erschienen. Frankfurter Bethmännchen werden seit 180 Jahren vor allem in der kalten Jahreszeit und rund um Weihnachten verzehrt. Wer es nicht kennt: Es ist eine süße Kugel aus Marzipan, gemahlenen Mandeln, Puderzucker und Rosenwasser Kellers Geschichte »Bet, Männchen« spielt im Rotlichtmilieu rund um den Frankfurter Hauptbahnhof.

 

Kinder, Koks und Limonade

 

Dort geht die schöne Natascha als Nonne verkleidet ihrem einträglichen Gewerbe nach. An Heiligabend ist ihr Einkommen, anders als bei einem Champions-League-Finale, gesichert. Dank ihres wohlhabenden Kunden »Pater« Ferdinand. Dieser entlohnt sie für ihre Dienste immer mit einen großzügigen »Ab-lass«, den er in ihren Klingelbeutel wirft. Obwohl Natascha ihr Outfit und Make-up perfekt den Wünschen von Pater Ferdinand mit Nonnenhaube, streng zurückgebundenen Haaren, rosafarbenen Lippenstift, weiß gepudertem Gesicht und wenig Wimperntusche anpasst – »er wollte es so« -, verläuft diese Verabredung anders als geplant. Denn mitten in Nataschas große Pläne »funkt« ihr Pater Ferdinand hinein. Was das jetzt mit Bethmännchen zu tun hat und wie die Geschichte ausgeht, können Krimifans in der Anthologie« nachlesen. Mehr möchte Keller nicht verraten.

»Für die Recherche habe ich zwei Mal an der Stadtführung für Frauen »Sex in the City« durch Frankfurt teilgenommen«, berichtet sie. Drei Stunden lang habe sie jeweils vor und hinter die Kulissen des Rotlicht-Milieus geblickt und dabei Einblicke in die Welt des käuflichen Sex erhalten. Diese deutschlandweit einmalige Stadtführung könne sie ihren Leserinnen empfehlen.

Ivonne Keller hat schon einige Bücher geschrieben. Unter dem Pseudonym Alice Golding hat sie veröffentlicht: »Kinder, Koks und Limonade«, »Millas Gesprür für Tango«, »Gesucht: Traummann mit Ente« und »Ohne Frühstück ins Bett«. Als Stina Jensen kam schon »Insel blau« und Insel grün heraus. Geschrieben hat Keller auch »Plätzchen, Tee und Winterwünsche«. Veröffentlicht hat sie ihn jetzt zum zweiten Mal als E-Book unter ihrem Pseudonym Stina Jensen. »Der Titel steht seit drei Wochen bei Amazon unter den »Top Ten«, erzählt sie.

 

Der Kurzkrimi »Bet, Männchen« ist in der Anthologie »Hessisch-kriminelle Weihnacht« im Wellhöfer Verlag erschienen. ISBN 978-3-95428-227-2. Beigefügt hat Keller auch ein Bethmännchen-Rezept.



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