28. Oktober 2018, 20:27 Uhr

Dank für grüne Daumen

28. Oktober 2018, 20:27 Uhr
Die Erdinsel-Paten nehmen die Anerkennungsurkunde und einen kleinen Geldbetrag als Dankeschön entgegen. (Fotos: lod)

»Das ist das erste Mal, dass jemand überhaupt ›Danke‹ sagt. Das tut gut«, sagte Eva Reitz vom Kunsthandwerkgeschäft »Mangels«. Seit der Einrichtung der Fußgängerzone in der östlichen Altstadt vor mehr als 30 Jahren pflegt die Geschäftsfrau die Pflanzen der damals eingerichteten »Baumscheiben«, die heute Erdinseln heißen. Grund für ihre Freude war die Überreichung einer Anerkennungsurkunde und eines kleinen Geldbetrags im Fünf-Finger-Treff an die neun Paten von Erdinseln. Die Urkunden wurden von Bürgermeister Dirk Antkowiak und Mathias Koch, Bereichsleiter der Diakonie Wetterau, überreicht, die den Fünf-Finger-Treff im Auftrag der Stadt betreibt.

Folgende Paten waren zur Urkundenübergabe gekommen: Eva Reitz (Mangels), Friederike Herrmann (Buchhandlung Bindernagel), Tatjana Radewaldt (Natürlich Kunst), Michael Danilenko (St. Petersburg) sowie die Altstadtbewohner Dürdane Kara und Ahmet Sancar.

»Wir wollen mit diesem Projekt zur Aktivierung der Altstadt beitragen«, sagte Antkowiak, der betonte, dass sich die meisten der Anwesenden schon seit vielen Jahren für eine schönere Altstadt einsetzen, so wie Eva Reitz, die Antkowiak als »Altpflegerin« bezeichnete. Was Antkowiak noch freute: Geschäftsleute und Altstadtbewohner hatten Patenschaften übernommen. »Die beste Idee nutzt nichts, wenn keiner mitmacht«, stellte Mathias Koch fest. Christine Böhmerl, Leiterin des Amtes für soziale und kulturelle Dienste und Einrichtungen, wies darauf hin, dass der Fünf-Finger-Treff vom Land gefördert wird. »Diese Patenschaftsaktion sollte eine Initialzündung für eine Kettenreaktion sein.«

Neugestaltung und Umnutzung der Erdinseln gehören zum »Maßnahmenkatalog Altstadt«, der vom Fünf-Finger-Treff erarbeitet worden ist. In dem Treff sind die Diakonie-Mitarbeiter Annika Rabe und Yalcin Can tätig. Rabe zeichnete für das Erdinsel-Projekt verantwortlich. Beteiligt an dem Konzept waren ferner die städtischen Entsorgungsbetriebe, das Amt für Stadtentwicklung und das Ordnungsamt. Wichtigstes Ziel ist es, illegale Müllsammelstellen zu verhindern sowie das Erscheinungsbild der Altstadt zu verbessern. Beim anschließenden Frühstück im Fünf-Finger-Treff bot Rolf Walther von der Grünabteilung den Paten an, sie beim Kauf geeigneter Pflanzen zu beraten. Eva Reitz spendete den Geldbetrag gleich an den Fünf-Finger-Treff. »Für mich ist das eine selbstverständliche ehrenamtliche Tätigkeit.«

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