10. Dezember 2018, 21:02 Uhr

Damit Kinderaugen leuchten

10. Dezember 2018, 21:02 Uhr

Von Corinna Weigelt , 1 Kommentar
Für viele Kinder ist es selbstverständlich, zu Weihnachten Geschenke zu bekommen. Aber es gibt auch Kinder, deren Wünsche – auch wenn sie überschaubar sind – nicht erfüllt werden können. Da kommt die Wunschbaum-Aktion ins Spiel. (Foto: pv)

Der kleine Sam wünscht sich einen Rucksack und Gummibärchen, andere Kinder eine Winterjacke oder Bettwäsche. Oft sind es nicht die ganz großen und teuren Dinge, die ein Kinderherz erfreuen. Was für viele zum Alltag gehört, kann zum Weihnachtsfest Kinder aus Bad Nauheim und Friedberg richtig glücklich machen. Rund 250 Kinderwünsche sollen bei der dritten Wunschbaum-Aktion in den Bad Nauheimer Geschäften erfüllt werden. Viele Kunden haben bereits in den Vorjahren mitgemacht. Bis zum 15. Dezember läuft die diesjährige Weihnachtsaktion in den Geschäften.

»Noch nie blieb einer der Kinderwünsche unerfüllt«, sagt Natascha Schmidt, Vorsitzende von »Erlebnis Bad Nauheim«. Vor drei Jahren wurde sie von Kundin Beate Bosnack auf die Wunschbaum-Aktion aufmerksam gemacht, die in anderen Orten bereits lief. »Wir vom Vorstand haben gleich überlegt, wie man die Aktion in Bad Nauheim realisieren kann«, sagt Schmidt. Mit Benjamin Holzhausen und seiner Werbeagentur »four aces« habe man gleich den ersten Kooperationspartner ins Boot holen können. »Man musste ihn gar nicht groß überreden.« Holzhausen kümmerte sich um die Gestaltung der Wunsch-Karten und Plakate. Mit der Idee zur Wunschbaumaktion habe man im Anschluss daran nach einem Schirmherrn gesucht. »Auch hier gab es direkt Zuspruch, die Schirmherrschaft wurde vom Rotary Club Bad Nauheim/Friedberg übernommen.«

Damit alle Geschenke auch dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden, nahm »Erlebnis Bad Nauheim« Kontakt zur Friedberger Tafel auf. »Gerade in der Vorweihnachtszeit werden viele Hilfsprojekte beworben«, erklärt Schmidt. »Uns war es wichtig, den Blick in die nahe Region zu richten, direkt vor Ort etwas zu bewirken.«

Alle Akteure sind auch im dritten Aktionsjahr gemeinsam aktiv, was auch bitter nötig ist. Ist die Zahl der Wünsche im ersten Jahr noch überschaubar gewesen, sind es im dritten Jahr bereits 250. Alle Wunschkärtchen werden mithilfe der Tafel-Mitarbeiter von bedürftigen Familien ausgefüllt. Bedacht werden Bad Nauheimer und Friedberger Kinder.

Liest man die Kärtchen, stockt einem oftmals der Atem. »Eine elektrische Zahnbürste«, steht auf einer Wunschkarte, auf die Benjamin Holzhausen deutet. »Oder ein Glas Nutella«, ergänzt Schmidt. Auch in diesem Jahr seien wieder viele Kleiderwünsche dabei. Natascha Schmidt erinnert sich noch gut ans vergangene Jahr, als ein vierjähriges Mädchen mit leuchtenden Augen ihr Geschenk in Empfang genommen hat – mit den Worten »Ich habe noch nie etwas geschenkt bekommen.« Schmidt: »Wir möchten, dass die Aktion in den kommenden Jahren weiter wächst und ein fester Bestandteil der Bad Nauheimer Vorweihnachtszeit wird.«

Unterstützung gibt es von vielen Einzelhändlern, die auch selbst den Transport zur Friedberger Benetton-Filiale übernehmen, wo Friedberger Kinder dann ihre Geschenke abholen können. Bei der Anzahl der Geschenken ist das mittlerweile ein großer Aufwand. Blicke man auf die Hilfsbereitschaft der Kunden, unterstreiche dies aber nochmals die Bedeutung.

»Im vergangenen Jahr haben auch viele junge Leute, Azubis und Studenten, bei der Aktion mitgemacht«, sagt Holzhausen. Vielen war dabei der Gedanke wichtig, einem Kind, ganz in der Nähe, einen Wunsch zu erfüllen. »Beim Einkauf direkt aktiv werden, die vielleicht gewünschte Puppe auswählen, das hat auch den Kunden Freude bereitet.«

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