10. Mai 2017, 08:00 Uhr

Kasernengelände

DFB-Zentrale: Zwölf Kommunen bewerben sich

Kommt die ehemalige Friedberger Kaserne als Standort für eine neue DFB-Zentrale in Frage? Beworben haben sich jedenfalls zwölf Kommunen. Und der DFB hat ein Anforderungsprofil.
10. Mai 2017, 08:00 Uhr
Auch jetzt gibt es in der Friedberger Kaserne schon Sportplätze. Das Gelände ist riesig, Platz für den DFB wäre im Süden Friedbergs vorhanden. (Archivfoto: nic)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will in Frankfurt eine neue Zentrale samt Fußball-Akademie bauen. Gerichtsprozesse verzögern allerdings den Umzug auf die Galopprennbahn Niederrad. Deshalb sucht der DFB nach anderen Flächen im Umland. Auch die Friedberger Kaserne käme für das millionenschwere Bauprojekt in Frage (siehe WZ vom Samstag). Wie die »Frankfurter Rundschau« in ihrer Ausgabe vom Dienstag berichtete, haben sich zwölf Städte und Gemeinden aus dem Umland beim DFB beworben.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte jüngst angekündigt, man werde sich »nach anderen Flächen umsehen«, sollte es weiterhin Probleme in Frankfurt geben. Am Freitag trafen sich Stadt und Rennbahnclub erneut vor Gericht. Es geht um die Frage, ob die Kündigung des Mietvertrags rechtens ist.

Die Entscheidung wurde vertagt, was dem DFB gar nicht gefällt. Am 19. Mai tritt das DFB-Präsidium in Frankfurt zusammen, bis dahin wollte man Rechtssicherheit; im September auf dem DFB-Bundestag in Frankfurt sollten die Delegierten den endgültigen Beschluss zum Bau der neuen Zentrale fassen. Dieser Zeitplan droht zu kippen, insbesondere dann, wenn der Rennbahnclub nach einer möglichen Niederlage erneut Revision einlegt und die Sache vor dem Bundesgerichtshof entschieden werden muss. »In diesem Fall würde der DFB mit Sicherheit die Notbremse ziehen – und eine Gemeinde im Umland käme zum Zug«, schreibt die FR.

DFB gibt Steckbrief heraus

Laut der Zeitung hat der DFB vielen Kommunen in der Region einen »Steckbrief« mit den Anforderungen für ein geeignetes Grundstück zukommen lassen. Mindestens 15 Hektar muss es groß sein (die Friedberger Kaserne ist fünfmal so groß), eine gute öffentliche Verkehrserschließung muss vorhanden sein (A 5, A 45, B 3 sowie die S-Bahn liegen in Nähe der Kaserne), ebenso ein belastbares Stromnetz. Geplant ist ein Gebäudekomplex mit einer Fassadenlänge von 400 Metern, in dem bis zu 400 Mitarbeiter beschäftigt sein werden.

»Man wird sich über einen Plan B unterhalten müssen«, sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff im TV-Sender »Sky 90«. Kommt es dazu, würden der Stadt Frankfurt jährlich Millionen an Gewerbesteuern verloren gehen, der Imageschaden für die Mainmetropole wäre immens. Für die neue Standortkommune wäre die DFB-Zentrale indes ein Hauptgewinn. Wie die Sache ausgeht, kann derzeit niemand sagen.

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