01. März 2019, 20:26 Uhr

Comeback mit 76

01. März 2019, 20:26 Uhr
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Von Harald Schuchardt

Im Alter von 65 Jahren hatte sich Christa Köhler von der Bühne der Wöllstädter Weiberfassenacht verabschiedet – bis jetzt. Denn zur 25. Auflage des närrischen Weibertreibens am Donnerstagabend im proppenvollen Bürgerhaus gab die 76-Jährige ein umjubeltes Comeback.

Und das mit der frei vorgetragenen Rede über die »Grabschipp«, die sie als »Gärtnerin« schon bei der ersten Weibersitzung, damals noch im Hölzle-Saal, hielt. Minutenlang wurde Köhler von der Weiberschar gefeiert, ebenso wie von Moderatorin Corina Waldschmidt, die als »lebende Kiss-Gitarre« das diesjährige Motto »Let’s Rock« verkörperte.

Wie es dazu kam, wurde in einem Film zum Auftakt gezeigt. Aus »Frauen mit Hang zum Alkohol« wurden Rock-Ladies, die als Rockband zusammen mit den Concordia-Heppedies den Abend mit dem Pur-Hit »Hör gut zu« und »Wenn die Weiberfassenacht ruft« eröffneten. Rockig wurde es im Laufe der vierstündigen Weibershow immer wieder. Live sangen die acht Concordia-Melodies 80er-Jahre-Rockklassiker wie »Paradise City« oder »Poison.« Kaum eine Frau hielt es auf den Sitzen, ebenso wie bei den von Waldschmidt gesungenen Hits von Robbie Williams bis Tina Turner.

 
Fotostrecke: Weiberfassenacht in Wöllstadt

Bären und Tanz-Bananen

Bei der Playback-Show von Kristin Schweinfurth erreichte die Stimmung Höchstwerte. In Windeseile verwandelte sich die »Umzieh-Diva« in Popgrößen wie Whitney Houston, Lady Gaga, Madonna oder Cher, die sie mit einer umwerfenden Gesichtskomik imitierte.

Gesungen und getanzt wurde auch beim Kochevent von Dany Liedtke, Simone Woll und Ramona Hacker im »Maggi-Kochstudio«, die von sechs Tänzerinnen unterstützt wurden. Eine Afrikanerin (Dani Salem) kauderwelschte sich in einem Mix aus Deutsch und Englisch durch ihre neue Heimat Wöllstadt, samt Fotos aus ihrem alten Leben.

Die Schreibmaschine eines Kunden (Gisela Ratskowski) mit einem »F, das hängt« war für den jungen Verkäufer (Anja Hübl) völliges Neuland. Kein Auge trocken blieb beim Tratsch der beiden »Schönheiten« Julie Päutz im Bauer-sucht-Frau-Outfit und Verena Best, dem »passiven Mitglied bei den Weight Watchers«. Gerne wären beide Sexbomben, so wie später Elke Blum, die versuchte, die schüchterne Andra Braun »sexyer« zu machen. Ein Vorhaben, das gelang und mit dem live gesungen Tom-Jones-Klassiker »Sex Bomb« endete, begleitet vom musikalischen »Gynologen Duo« Andre am Keyboard und Gitarrist Sven. Einmal mehr tobte die Weiberschar. Das war bei den Tanzshows nicht anders. Die gestandenen »Desperate Housewives« tanzten im passenden Outfit den »Time Warp« aus der Rocky Horror Picture Show. Acht langhalsige Neonvögel in grellen Farben wirbelten bei einer Schwarzlicht-Show über die Bühne.

Seit 20 Jahren dabei sind die »Crazy Chicken«. Zehn Mädels zeigten eine tolle Reggae-Choreografie. Beim Finaltanz waren es dann 19 »Chicken«, die sich quer durch den Dschungel tanzten, einschließlich eines Bären und vier »Tanz-Bananen«. Mit dem AC/DC-Klassiker »Highway to Hell« verabschiedeten sich alle Mitwirkenden, um dann mit den Besucherinnen eine lange Party zu feiern. Dazu durften auch Männer in den Saal.



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