25. November 2017, 06:00 Uhr

Bürgermeisterwahl

CDU-Mann Heil will ins Ober-Mörler Rathaus

Jörg Wetzstein kandidiert nicht mehr zur Wahl des Ober-Mörler Bürgermeisters. Sein CDU-Parteikollege Dr. Matthias Heil will ihn beerben – mit großen Plänen für die Zukunft Ober-Mörlens.
25. November 2017, 06:00 Uhr
Philipp_Keßler
Von Philipp Keßler
CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Heil will Bürgermeister von Ober-Mörlen werden. (Foto: pv)

Dr. Matthias Heil geht für die CDU Ober-Mörlen in den Bürgermeisterwahlkampf. Er könnte damit der Nachfolger seines Parteikollegen Jörg Wetzstein werden, der im Vorfeld bereits angekündigt hatte, aus privaten und gesundheitlichen Gründen nicht erneut zur Wahl am 4. März anzutreten.

Der 48-jährige Fraktionsvorsitzende Heil, der Anfang des Monats den Parteivorsitz an Holger Reuß abgegeben hatte, wurde am Donnerstagabend ohne Gegenkandidaten und Gegenstimme vom Gemeindevorstand gewählt. Er ist der erste Kandidat für die Übernahme des Amts im September nächsten Jahres.

 

Bürgermeisterkandidat will sich an Großprojekte ranwagen

 

Heil will sich vor allem anstehende Großprojekte einsetzen. Wie er beim Wechsel an der CDU-Parteispitze in einer Rede gesagt hatte, gehe es darum, für die Projekte die besten Konzepte für die Ober-Mörler zu entwickeln. Dies betreffe vor allem die Entwicklung des Neubaubaugebiets Schießhütte und die Entstehung einer »Neuen Mitte« am Standort der Usatalhalle.

Heil damals wörtlich: »Diese Projekte prägen das Aussehen Ober-Mörlens auf Jahrzehnte.« In seiner Vorstellungsrede nannte Heil als wesentlichen Faktor für seine Motivation »die fast schon historische Gelegenheit, das Gesicht Ober-Mörlens in den nächsten Jahren hin zu einer modernen, attraktiveren und lebenswerteren Gemeinde weiterzuentwickeln«. Mit seinem Plan »Ober-Mörlen 2030« möchte er die Projekte in den nächsten Jahren angehen.

 

Heils Ziel: Eine »Neue Mitte« entwickeln

 

Neben dem Bau der Sport- und Kulturhalle gehe es vor allem um die weitere Nutzung des Lekkerkerkplatzes. Hier könne er sich etwa die Ansiedlung eines Nahversorgers gemeinsam mit Café, Gastronomie und Wohnraum für Senioren vorstellen. »Da haben wir ein riesige Potenzial. Beim Thema altersgerechter Wohnformen ist Ober-Mörlen völlig blank. Ich möchte nicht, dass die Bürger weiter für ihren letzten Lebensabschnitt die Gemeinde verlassen müssen, weil Betreuungsangebote fehlen«, sagte Heil im Gespräch mit dieser Zeitung.

Ebenfalls auf die Fahnen geschrieben hat er sich den Ausbau der Kinderbetreuung, gerade mit Blick auf den möglichen Zuzug junger Familien ins Neubaugebiet. »Da haben wir jetzt schon massiven Bedarf«, mahnte Heil an. Hier möchte er vor allem mit den Kirchen zusammenarbeiten. Weitere Themen, die Heil als Bürgermeister angehen möchte, sind die Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung und das Thema Sicherheit.

 

Er will seine beruflichen Erfahrungen nutzen

 

Die Entwicklung Langenhain-Ziegenberg sei dagegen »ein schwieriges Thema«, hier gehe es vor allem um die Steigerung der Attraktivität durch bürgerliches Engagement, etwa durch Unterstützung des Vereinslebens. »Ich möchte die Vereine, allen voran die Freiwillige Feuerwehr in ihrem Engagement bestärken. Sie tragen maßgeblich zum Erhalt der Dorfgemeinschaft bei und haben eine wichtige Funktion bei der Integration der Neubürger«, meint Heil. Das Dorfgemeinschaftshaus habe als Veranstaltungsort eine wichtige Bedeutung. Mittelfristig soll es deshalb modernisiert werden.

Heil sieht sich für das Amt nicht nur wegen seiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung – seit 2006 gehört er der Gemeindevertretung an und ist Vorsitzender der CDU-Fraktion, zudem ist er Mitglied im Wetterauer Kreistag und im Aufsichtsrat des Gesundheitszentrums Wetterau – geeignet, sondern auch wegen seiner beruflichen Erfahrung. Der 48-jährige Biologe und Journalist ist am Bad Nauheimer Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung als Assistent der Geschäftsleitung im Institutsmanagement, als Pressesprecher sowie als Koordinator von Baumaßnahmen beschäftigt.

»Die Erfahrung, die ich gerade bei diesen millionenschweren Projekten gesammelt habe, wird mir für die in Ober-Mörlen anstehenden Bauprojekte helfen«, ist sich Heil sicher. »Aber die Fußstapfen, in die ich treten möchte, sind natürlich große, denn Jörg Wetzstein hat zum Beispiel mit dem Neubaugebiet und der Sport- und Kulturhalle vieles in die Wege geleitet«, sagt Heil über seinen Parteikollegen.



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