12. September 2017, 10:00 Uhr

Riesen-Andrang

Burggartencafé »fast wie auf Schloss Windsor«

Der Andrang beim Burggartencafé am Sonntag in Friedberg war enorm. Auch das Erntefest »Friedberg zum Anbeißen« locckte bei schönem Spätsommerwetter.
12. September 2017, 10:00 Uhr
Unter der Anleitung von Simona Pachl basteln die Kinder Blüten. (Foto: Loni Schuchardt)

Wer sich am Sonntag zur besten Kaffeezeit gegen 15.30 Uhr im zweiten Burggartencafé auf der Wiese unterhalb des Adolfsturms auf ein Stück Kuchen aus der Bäckerei Mörler gefreut hatte, der wurde enttäuscht. »Wir sind restlos ausverkauft«, freute sich Kulturamtsmitarbeiterin Sigrid Bartsch, die zusammen mit Amtsleiterin Christine Böhmerl zuvor zwei Suppen von Max Hackauff verkauft hatte. Die beiden großen Suppenbehälter waren schon gegen 14 Uhr leer. »Mit so einem Andrang hätten wir niemals gerechnet«, sagte Böhmerl.

Wer einen Kaffee aus der Friedberger Kaffeerösterei »Gordon Brown« wollte, musste sich in Geduld üben, die Schlange war zeitweise recht lang. Viele Besucher nutzten die Burgmauer als Sitzgelegenheit, denn die Plätze an den herbstlich dekorierten Tischen waren ständig belegt. »Das ist ja hier wie auf Schloss Windsor«, sagte Günther Keller aus Bad Nauheim, und Ehefrau Christel fügte hinzu: »Fehlt nur noch die Königin.« Zu dem Idyll passte das Thema »Umgang mit der Natur«, das die drei Poetry Slamer Thorsten Zeller, Andreas Arnold und Maria Sailer kritisch beleuchteten. Die Kinder konnten mit Simona Pachl Blüten basteln.

 
Fotostrecke: Burggartencafé in Friedberg

Diebe stehlen Salat und Paprika

Bei schönstem Spätsommerwetter waren Hunderte am Tag des offenen Denkmals in die Burg gekommen. Eigentlicher Anlass des Burggartencafés war das Erntefest der Aktion »Friedberg zum Anbeißen«. 13 Paten hatten zum dritten Mal den ganzen Sommer über die zwölf Hochbeete und das bepflanzte Bett gepflegt.Einige »Burggartengärtner« hatten vieles, was geerntet wurde, zu Dips, Suppen und anderes mehr verarbeitet.

»Probieren Sie mal unsere Suppe aus Radieschenblättern und unseren Radieschendip« sagte Burgbewohner Ulrich Rentschler. Zusammen mit Ehefrau Ulrike, Tochter Frederike und deren Freundin Franka Kettig hatten sie viele Radieschen geerntet.

Burggartencafe
Der Mangold-Tarte von Bernd Ulrich ist gefragt.

Allerdings wurden etliche Paprikapflanzen und Salatköpfe gestohlen. Auch auf den anderen Hochbeeten hatten Diebe zugeschlagen. »Für die Kinder war es trotzdem ein großer Spaß. Sie sind gerne in den Burggarten gegangen«, sagte Ursula Kaupel, Leiterin der Kita »Räuberhöhle«, die erstmals dabei war. Die Karotten und andere Rohkost mit Dip mundeten beim Fest ebenso wie der noch lauwarme Mangold-Tarte, den Burgbewohner Bernd Ulrich anbot. Michael Bender und Verena Berlich hatten erst am Vormittag ihren Pflücksalat geerntet, um damit eine Salatsuppe zu kochen. »Knoblauch habe ich zugekauft, die Kräuter sind vom Beet«, beschrieb Cornelia Zapf ihren Dip. Alle wollen nächstes Jahr wieder mitmachen. »Ich bin ja so glücklich«, meinte Jutta Himmighofen-Strack, die im Auftrag der Stadt das Projekt betreut.

Wer wollte, der konnte sich das emsige Treiben auch von oben ansehen. Bis 16 Uhr hatten schon über 170 Besucher das Angebot genutzt, den Adolfsturm kostenlos zu besteigen. Freien Eintritt gab es auch im Judenbad und im Wetterau-Museum. Stadtkirche und Altes Hallenbad konnten ebenso besichtigt werden. Zahlreiche Führungen ergänzten das vielfältige Programm zum »Tag des offenen Denkmals« in Friedberg. (Fotos: lod)

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