06. März 2019, 21:23 Uhr

Büttenreden in Hülle und Fülle

06. März 2019, 21:23 Uhr

Wenn der BdV zur Faschingsveranstaltung einlädt, sind erfahrungsgemäß ein tolles Programm und beste Stimmung garantiert. Auch bei der diesjährigen Veranstaltung wurde von Anfang an ausgelassen gefeiert.

Pünktlich um 15.11 Uhr bewegte Norbert Quaiser die schwarzen und weißen Tasten seines Keyboards, und nahm mit dem Marsch »Es war einmal ein treuer Husar« die Erika-Pitzer-Narhalla musikalisch in Besitz. In pausenloser Folge wurden danach närrische, aber auch nachdenkliche Pfeile von der Bütt aus in den Saal geschossen.

Einen gehörigen Schreck bekamen einige, als plötzlich ein »Polizist« mit strengem Blick durch die Reihen ging. Was, schon wieder falsch geparkt? Der »Uniformierte« hatte gleich einen Assistenten mitgebracht, der den Eindruck machte, dass er mit Geld umgehen kann. Also soll gleich die Strafe kassiert werden? Helau, helau! Der »Uniformierte« schien Bürgermeister Klauß Kreß wie aus dem Gesicht geschnitten und der »Kassierer« dem Ersten Stadtrat Peter Krank.

Dudelsack für den Kaiser

Dudelsackmusik im Karneval? Helmut Körner hat in der böhmischen Geschichte geblättert. Ein Ereignis vor fast 300 Jahren fiel ihm ins Auge. Etwas Besonderes sollte beim Besuch des Kaisers beim Prinzen in Hilldburghausen geboten werden. Dudelsackspieler auftreten zu lassen, schien eine gute Idee. Ein Geiger spielte 32 Takte der Melodie den Musikern vor, die über Nacht für den großen Auftritt übten. Das gelang so vorzüglich, dass der Geiger – darüber sehr erfreut – beim Auftritt jubilierend lustige Bocksprünge machte. Als die Pfeifer ihn so tanzen sahen, glaubten sie, es nachmachen zu müssen und tanzten ausgelassen auf den Schlossplatz. Dem Prinzen standen die Tränen in den Augen, als er die Dudelsäcke musizierend vor sich herspringen sah. »Bravo, närrische Jungs« lobte der Prinz und das Korps der Balletttänzer stimmte närrisch klatschend ein.

Begegnungsnachmittag am 2. April

Zurück in der Bütt war wieder Elisabeth Führer. »Frau Geheimrat« plant ihren Sommeraufenthalt und fragt dort an, ob in ihrem Quartier ein WC vorhanden sei. Die Antwort: »WC ist vorhanden, liegt eine Viertelstunde vom Dorf entfernt, inmitten eines duftigen Tannenwaldes. Schon wegen seiner gesunden Lage sehr zu empfehlen. WC ist geöffnet: Mittwoch, Samstag sowie Sonntag ganztägig.« Das Missverständnis dämmert dem närrischen Volk im Publikum bald: Mit »WC« ist wohl die Waldkapelle des Ortes gemeint.

Julia Rauner schlüpfte danach in das Kostüm einer »ausgeflippten Alten« und Erwin Gröger gab zum Besten, wie es in Dorheim am Badetag zugeht.

Zum Schluss zogen Bertl Kriegk, Rosemarie Kunz, Anni Appel, Ingeborg Vetter und Norbert Quaiser als »alter Häuptling der Indianer« alle Register von karnevalistischem Kokolores.

Bei der BdV-Hymne »Kein schöner Land« reichte man sich zum Abschluss die Hände und sagte: Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Begegnungsnachmittag am 2. April. Dann heißt es beim BdV: »Mit Musik geht alles besser«. (Fotos: Erika Quaiser)

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