21. September 2016, 12:00 Uhr

Buddeln und Käse machen

Wetteraukreis (pm/prw). Ein buntes Programm rund um den ökologischen Anbau gab es kürzlich bei der ersten »BioWoche in der Wetterau«. Die Angebote reichten von Kochabenden über Vorträge, Verkostungen, Besichtigungen von Biobetrieben bis hin zu Radtouren.
21. September 2016, 12:00 Uhr
Bioimker Timothy von Wehrle zeigt den Besuchern seine Bienen. (Foto: prw)

»Mit der neuntägigen Veranstaltungsreihe wollte die Arbeitsgemeinschaft Modellregion Ökolandbau Wetterau gemeinsam mit zahlreichen Partnern die Bürger für regionale und ökologische Erzeuger und Vermarkter sowie deren Bioprodukte in der Wetterau begeistern«, sagte Landrat Joachim Arnold.
Durch längere Reifezeiten, schonende Verarbeitung, Verzicht auf synthetische Düngemittel und Pestizide, artgerechte Tierhaltung sowie wenig Zusatzstoffe hätten sie einen intensiven und unverfälschten Geschmack. Daher waren Interessierte im Laufe der »BioWoche in der Wetterau« eingeladen, selbst zu probieren.

Probeverkostungen und Ackerbau

Während eines »sensorischen« Erlebnistages für Kinder konnten kleine Wetterauer vor dem Regenbogen Naturkostladen in Friedberg in Erde nach regionalen und ökologisch erzeugten Kartoffeln und Gemüsesorten buddeln sowie an weiteren kindgerechten Aktionen teilnehmen. Wer schon immer mal wissen wollte, wie Biopilze in der Wetterau wachsen, war zur Betriebsführung im Unternehmen MykoVital Heilpilze GmbH in Limeshain genau richtig.
Am selben Tag öffnete auch der Biomarkt Bad Nauheim seine Türen für einen großen Aktionstag. Zahlreiche Probeverkostungen, eine Erlebnistheke, Preisausschreiben, Vorträge und Snacks wurden den Kunden geboten. Rede und Antwort zum erfolgreichen Anbau- und Vermarktungskonzept stand das Reichelsheimer Team vom Pappelhof den Besuchern während einer dreistündigen Führung. Auf dem Feld der Solidarischen Landwirtschaft Wallernhausen wurden Gemüsesorten direkt geerntet und auf dem Acker zu einem Mahl verarbeitet. Am letzten Samstag ging es auf Erkundungstour zur Eröffnung des neugestalteten Lehrpfads des Dottenfelderhofs nach Bad Vilbel. Hier wurde den Besuchern von der Fruchtfolge über die Bodenbearbeitung und Düngung bis hin zu den Ställen und der Käserei die ganze Bandbreite nähergebracht.
Einen großen Dank sprach Landrat Arnold den Koordinatoren der Modellregion Chris-tian Sperling und Claudia Zohner und den Kooperationspartnern der »BioWoche in der Wetterau« für ihr Engagement und die zahlreichen Ideen aus. »Ohne die hervorragende Zusammenarbeit mit den Betrieben sowie Initiativen in der Wetterau, wäre die Erstellung eines solch umfangreichen Programms nicht möglich gewesen«, sagte der Landrat am Ende der »BioWoche«.
Die Modellregion Ökolandbau ist ein Zusammenschluss von Bioverbänden, dem regionalen Bauernverband und dem Wetteraukreis. In einer Pressemitteilung loben die Wetterauer Grünen die »BioWoche« und fordern eine Verlängerung des Modellprojektes – auch ohne Landesförderung.
Der im Kreistag sitzende Grünen-Politiker, Thomas Zebunke, sagt dazu: »Die ökologische Lebensmittelwirtschaft hat sich längst vom Image der Marktnische emanzipiert.« Und: »Die Bio-Nachfrage ist schon lange da und wächst, wenn wir kein entsprechendes Angebot aus der Wetterau bereitstellen können, wird noch mehr importiert und das dient der Wetterauer Landwirtschaft am wenigsten.«
Christoph Förster, Mitinitiator der Modellregion und Ökobauer aus Büdingen, ergänzt: »Bio war und ist die landwirtschaftliche Produktionsart, die sich schon immer mit der regionalen Kreislaufwirtschaft beschäftigt hat und umweltfreundlich ist sie dazu. Die Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich immer öfter für Bio aus der Region.«

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