28. September 2018, 19:17 Uhr

Brunnencenter-Betreiber hält am Standort fest

28. September 2018, 19:17 Uhr
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Dem Dortelweiler Brunnencenter gehen die Geschäfte aus. (Foto: Seipp)

Dass sich am Dortelweiler Einkaufszentrum einiges verbessern muss, scheint klar. Der Investmentfonds, dem das Brunnencenter gehört, kündigte nun an, Tiefgarage und Mall auf Vordermann zu bringen.

Wer das Brunnencenter, betritt, dem fällt dessen Problem schnell ins Auge: Geschlossene Geschäfte. Manche sind bereits seit einiger Zeit zu, mehr sollen folgen. Am Fenster eines Optikers hängt ein Hinweis, der den Räumungsverkauf ankündigt. Trotz bester Lage mitten im Herzen Dortelweils werden es immer mehr Leerstände in Bad Vilbels einzigem Einkaufszentrum.

Doch dabei soll es nicht bleiben: Am Mittwoch trafen sich Vertreter der Stadt, darunter Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr und Erster Stadtrat Sebastian Wysocki mit den Zentrums-Eigentümern des Immobilienfonds DWS sowie dem Centermanagement zu einer Krisensitzung. Denn allen Beteiligten ist klar: Es muss sich etwas tun. »Das Center ist mit dem Kultur- und Sportforum der verbindende Ort in Dortelweil«, sagt Stadtsprecher Yannick Schwander. »Viele Leute gehen dort einkaufen, und die Tiefgarage erfreut sich großer Beliebtheit. Als Stadt ist es für uns daher von großem Interesse, dass dieser Ort auch erhalten und attraktiv bleibt.« Das Einkaufszentrum sei zwar in privater Hand, das halte die Stadt aber nicht davon ab, Ideen beizusteuern, was sich verbessern lasse.

Vom Vorteil des Standortes in Dortelweil weiß auch die DWS, die zur Deutschen Bank gehört. »Im Gegenteil dazu, was oft geschrieben wurde, stand zu keinem Zeitpunkt außer Frage, dass wir an dem Standort festhalten«, erklärt Klaus Thoma, Sprecher des Zentrums-Eigentümers. Daher sei es für die DWS selbstverständlich, weiter ins Brunnencenter zu investieren. »Genauso wie für die Vermieter, gehört es zur Immobilien-Pflege dazu, Investitionen vor Ort vorzunehmen«, erklärt er. So sollen im nächsten Jahr die Tiefgarage und die Mall modernisiert werden. Wie viel Geld dafür in die Hand genommen werden soll, ist noch unklar. Beide Maßnahmen sollen mehr Kunden ins Einkaufszentrum locken.

»In einer Mall gibt es immer temporäre Leerstände und wechselnde Geschäfte«, erklärt Thoma. »Das ist ganz normal. Nicht jeder Mieter passt auf jede Fläche, und sie bringen ja auch alle unterschiedliche Anforderungen mit.« Im Brunnencenter seien besonders die kleinen Flächen vom Leerstand betroffen. »Für diese einen Mieter zu finden ist schwieriger als für Größere«, weiß Thoma. Denn bei größeren Flächen stünden oft Gewerbeketten als Interessenten bereit. Dennoch ist die DWS optimistisch, bald wieder alle Flächen vergeben zu haben.

Bis wann das der Fall sein wird, kann Thoma jedoch noch nicht absehen. »Wir sind für alle Flächen in Gesprächen, aber das dauert eben seine Zeit.« »Wir möchten sichergehen, dass der Mieter ins Center passt. Jeder hat da andere Vorstellungen, denen wir versuchen so gut es geht entgegenzukommen.«

Die Ängste einiger Bürger, das Center könnte bald ganz leer stehen und die DWS würde sich nicht um die Immobilie scheren, versucht Thoma zu beruhigen: »Was hätten wir denn davon? Als Immobilienfonds sind wir ja von der Attraktivität unserer Stand- orte abhängig. Daher werden wir alles daran legen, das Brunnencenter wieder attraktiver zu machen.«

Im Gespräch mit der Stadt wurden dafür potenzielle Lösungen vorgestellt. Das Brunnencenter soll nach außen stärker präsent werden. So wurde diskutiert, ob man Veranstaltungen dorthin holen könne. Die Hoffnung: Die Mall könnte so Dortelweils Mittelpunkt werden. »Das Zentrum soll aktiver werden«, sagt Thoma. »Mehrere Ideen dafür sind in Planung, doch was es genau werden wird, das wollen wir noch nicht verraten.«

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