13. August 2018, 19:13 Uhr

Falsche Polizisten

Briten und italienisches Paar auf der Autobahn betrogen

13. August 2018, 19:13 Uhr

Eine britische Familie ist auf der A 5 Opfer dreister Betrüger geworden. Am Sonntag legte die Familie einen Tankstopp an der Raststätte Wetterau-Ost ein. Kaum hatten sie die A 5 Richtung Kassel wieder befahren, setzte sich ein Auto neben sie. Der Beifahrer zeigte einen Ausweis und machte durch Gesten deutlich, dass die Briten ihnen folgen sollten.

Bei Ober-Mörlen verließen sie die Autobahn und stoppten. Der Beifahrer stellte sich den Touristen als Polizist vor. Er fahnde nach Schmugglern, sagte der angebliche Ermittler und forderte Geldbeutel und Handtaschen. Noch bevor die Opfer richtig registrieren konnte, was gerade passiert, griff er sich englische Banknoten und Euroscheine, rannte zu seinem Wagen und fuhr davon. Der falsche Polizeibeamte und ein zweiter Täter im Fluchtwagen stammen aus dem südeuropäischen Raum. Beide waren dunkelhaarig. Der »Polizist« war ca. 1,70 Meter groß, von untersetzter Statur und hatte einen Schnurrbart.

Zweiter Fall auf A 45

Zu einem zweiten Zwischenfall kam es am Samstag auf der A 45. Ob es sich dabei um dieselbe Täter handelt, ist unklar. Auf dem Parkplatz »Vogelsang« bei Wetzlar hielt zwischen 17.30 Uhr und 18.30 Uhr ein italienisches Pärchen mit ihrem Wohnmobil. Sie saßen in der Fahrerkabine, als ein dunkler Pkw mit polnischer Zulassung und drei Insassen einparkte. Zwei der Männer stiegen aus, einer sprach die Touristen an, der zweite beobachtete die Umgebung. Der Unbekannte gab sich als Polizist aus und forderte die Fahrzeugpapiere. Anschließend bat er um Geldbörsen und Handtasche, um diese nach Drogen zu durchsuchen. Sofort entnahm er alle Banknoten. Die Italiener wurden stutzig und forderten ihn auf seinen Dienstausweis zu zeigen.

Der Täter ließ Geldbörsen und Handtasche fallen, rannte mit rund 800 Euro Bargeld davon. Der Mann war zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur. Sein Komplize war etwa gleich groß, schlank und hatte einen kurzen Kinnbart. In beiden Fällen bittet die Polizei um Hinweise unter Telefon 0 60 33/7 04 30.

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