04. August 2017, 20:02 Uhr

Blick hinter die Kulissen

04. August 2017, 20:02 Uhr
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Von Corinna Weigelt
Ein Höhepunkt der Bio-Woche 2016 war »Die Feldküche – Wir kochen auf dem Acker« bei der »Solawi« Wallernhausen.

Wie wird Bio-Honig hergestellt? Wie das Gemüse organisch gedüngt? Nur zwei Fragen, die Besucher während der Bio-Woche der Modellregion Ökoland Wetterau beantwortet bekommen. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Vorjahr geht die Veranstaltungsreihe in die zweite Runde. Vom 21. bis 27. August gewähren landwirtschaftliche Öko-Betriebe, Unternehmen und Initiativen des Kreises Einblicke, Informationen und Aktionen, von Verköstigungen bis hin zur Radtour. 17 Programmpunkte werden angeboten. Im Plenarsaal des Kreishauses wurde das Programm am Donnerstag vorgestellt.

Ökologisch, fair und regional – dafür will die Modellregion Ökoland stehen. »Mit der Bio-Woche wollen wir mit vielen Kooperationspartnern für Bio- und regional erzeugte Produkte begeistern«, sagte Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler. Zum Auftakt wird Interessierten eine Filmvorführung im Butzbacher Kino geboten: Am Montag, 21. August, wird dort um 18.30 Uhr »Der Bauer und sein Prinz« gezeigt. Kulinarisch abgerundet wird der Abend mit Bratwürstchen vom Büdinger Öko-Betrieb Förster.

Vorträge, Betriebsbesichtigungen, Kochkurse, Workshops, Verköstigungen sowie viele weitere Aktionen und Veranstaltungen laden dazu ein, mehr über die ökologische Erzeugung und Verarbeitung in der Wetterau zu erfahren, wie Projektkoordinatorin Claudia Zohner und die Kooperationspartner betonten. So bietet der Bioladen Regenbogen in Friedberg gleich vier Veranstaltungen an, unter anderem wird am Mittwoch, 23. August, Leo Gärtner, Diplom-Ingenieur für Landbau, zum Vortrag erwartet. Auch die Verbraucherinitiative »Solawi« (Solidarische Landwirtschaft Wetterau) ist zur Bio-Woche auf dem Betrieb Papst in Dorheim aktiv. Bei der »Solawi« in Wallernhausen erfährt man mehr zum Thema »Gemeinsam ackern – gemeinsam ernten«.

Die Kinder- und Jugendimkerei Eulenhaus führt in Butzbach in die Arbeitsweisen eines Bio-Imkers ein. Der Dottenfelderhof in Bad Vilbel bietet einen Workshop an, bei dem unter Anleitung farbenfrohe Sträuße gebunden werden. Wein und Käse werden bei der Betriebsführung beim »Bio-Hopper« in Ossenheim verköstigt. Auch die NABU-Umweltwerkstatt steht Besuchern an den Erlebnispunkten des Naturschutzbundes zur Verfügung. Ein weiterer Höhepunkt der Bio-Woche ist eine Radtour mit Biker-Brunch in der Genussscheune Weckesheim. »Hier haben sich schon die ersten Teilnehmer angemeldet«, berichtete Zohner.

»In der Wetterau ist der Ökolandbau im hessischen Vergleich noch unterrepräsentiert«, betonte Weckler. »Die Arbeitsgemeinschaft Modellregion Ökolandbau Wetterau hat sich vorgenommen, ein verbessertes Klima für die Umstellung von Betrieben zu erzeugen.« Durch eine engere Vernetzung der Betriebe in der Wetterau und durch Projekte in den Bereichen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung soll die weit geöffnete Schere zwischen Nachfrage und Angebot geschlossen werden. 47 Betriebe seien im vergangenen Jahr aus der konventionellen in die ökologische Landwirtschaft gewechselt. »Das ist noch ausbaufähig«, meinte Weckler. In der Wetterau gibt es rund 1000 landwirtschaftliche Betriebe. (Foto: pv)

Das gesamte Programm mit vielen weiteren Veranstaltungen ist im Internet abrufbar unter: oekomodellregion.wetterau.de.



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