10. September 2017, 19:42 Uhr

Blauschafe und die Zwanziger Jahre

10. September 2017, 19:42 Uhr
Diese Damen verkörpern bei der Landpartie die Goldenen Zwanziger.

Wenn sich Besucher Zeit für die Landpartie nehmen, dann planen sie nicht nur einen Besuch ins Grüne. Viele kommen wegen der Atmosphäre und dem nicht alltäglichen Angebot. Am Donnerstag hat die Landpartie unter dem Motto »Die Goldenen Zwanziger« ihre Tore geöffnet.

2017 erinnert das Fürstenpaar zu Ysenburg und Büdingen mit den Organisatoren Mechthild Wilke und Arnold Ehmke an die Zeit von Bubikopf, Jazz-Lokalen und Charleston. Das großflächige Areal rund um das Büdinger Schloss mit dem Bergfried, der derzeit in Stand gesetzt wird, verspricht Zeit für Entspannung. 160 Aussteller garantieren Ästhetik, Wohnträume und kulinarische Freuden.

Bürgermeister Erich Spamer erinnert daran, dass die Landpartie am 250. Tag des Jahres eröffnet hat. Die Fürstin macht auf die Blumenarrangements aufmerksam, die von Floristin Gerda Günter und Dekorateur Andreas Landwehr gestaltet worden sind. Wilke stellt Berta Maria Reetz vor, die der Fürstin ein künstlerisch gestaltetes Blauschaf der Blauschafherde überreicht. Die Blauschafherde, ein global-soziales Kunstprojekt zur Förderung der gegenseitigen Toleranz und des Friedens, weidet unweit des Schlossteiches. »Die Blauschafe werden von Menschen mit Behinderung der Sozialbetriebe Köln endveredelt«, sagt Wilke.

Desiree Boike, im Zwanziger-Jahre-Look, lässt sich die Haare im Stil der Zeit von Friseurin Melitta Sauer richten. Hannelore Gerlach-Stoll, die in Büdingen geboren ist und in Kilianstädten lebt, ist eine treue Besucherin. »Ich schätze besonders die Atmosphäre und dass es jedes Jahr ein neues Thema gibt«, sagt sie. Sie bummelt mit Doris Brender-Arnd aus Bischofsheim über die Landpartie.

Der ehemalige Bundespostminister Dr. Christian Schwarz-Schilling nutzt die Landpartie zu einem Ausflug mit seinen Mitarbeitern. Im Schloss kommen Aussteller mit Besuchern in das Gespräch. Ursula Pechloff aus Dinkelsbühl gefällt mit Fotokunst. »Ich besuche jährlich bis 25 Gartenfestivals von Wien bis Bremen«, sagt sie. Da kämen oft 70 Arbeitsstunden pro Woche zusammen. In Büdingen stellt sie zum ersten Mal aus.

Jeanette Seifert bietet Mode, inspiriert aus den 20er bis 40er Jahren an. Antonio Peláez und Ellen Oberzeiser zeigen Schuhe, die durch Accessoires wandelbar sind. Auffallend sind die Betonskulpturen aus dem Spessart von Paul Bode, Dekofiguren, restaurierte Lampen und stilvolle Mode. »Es ist das schönste Fest in Büdingen mit kulinarischen Höhepunkten und entspannter Atmosphäre«, sagt Michael Gerhard aus Rinderbügen. Rüdiger Klaus aus Neuberg ist mit seiner englischen Bulldogge »Nelly« unterwegs. »Es ist eine tolle Ausstellung und eine sehr schöne Location«, lobt er.

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