15. Mai 2018, 20:43 Uhr

Bewegung, Klatsch und Kunst

15. Mai 2018, 20:43 Uhr
Der Kunst widmen sich (v. l.) Christel Bamberger, Karin Meyer-Jeran, Edith Czack, Monika Lumma, Kursleiterin Renate Eichenauer und Christine Chluba. (Foto: lod)

»Der Stadtteiltreff Seewiese soll ein bunter, fröhlicher und offener Ort der Begegnung sein«, sagt Martina Alberti, die Leiterin des Projekts. Die Diplom-Pädagogin ist im Caritas-Beratungszentrum Wetterau in der Kleinen Klostergasse tätig. Unterstützt wird sie von Astrid Genau, Mitarbeiterin im Sozialdienst des Caritas-Zentrums, die sich als »Koordinatorin zwischen dem Stadtteiltreff und dem Caritaszentrum versteht«. Im November wurden die umfangreichen Umbauarbeiten für den Stadtteiltreff Seewiese im Tiefgeschoss des Wohnbereichs im Caritaszentrum St. Bardo beendet. Ein eigener barrierefreier Zugang von außen war gebaut und in einen der beiden Räume eine Küche eingerichtet worden.

Im Projekt Stadtteiltreff, der An der Seewiese 2 beheimatet ist, arbeiten verschiedene Akteure zusammen. Aus dem Caritasbereich sind dies neben dem Caritaszentrum St. Bardo auch der Caritasverband Gießen, das Caritas-Beratungszentrum Wetterau mit dem Fachdienst Gemeindecaritas und das »SoNAh«-Projekt Friedberg. Eine der Kooperationspartner ist die Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Friedberg.

»Bei uns ist jeder willkommen – von den Bewohnern des Caritas-Zentrums über Anwohner aus der Vorstadt zum Garten und dem angrenzenden Neubaugebiet bis hin zu jedem, der Interesse an unserem Angebot hat«, sagt Alberti.

Derzeit ist der Treff dreimal in der Woche geöffnet. Dienstagvormittags findet dort der Bewegungskurs »Fit ins Alter« mit Bärbel König-Guba statt. Am Nachmittag ist »Kaffeeklatsch« angesagt. Für den beliebten Treff bei Kaffee und Kuchen zeichnet Brigitte Sonntag verantwortlich. Die Trägerin des Wetterauer Sozialpreises 2016 gehört zu den zahlreichen Ehrenamtlern, die im Caritaszentrum aktiv sind. Parallel zum Kaffeeklatsch findet im hinteren Raum der Stricktreff statt. Donnerstags steht Astrid Genau von 13.30 bis 15 Uhr im Stadtteiltreff für Fragen, Anregungen und Informationen zur Verfügung.

Am gleichen Tag bietet Renate Eichenauer ab 15 Uhr einen Malkurs für Senioren an. Die Künstlerin lebt seit vier Jahren in einer der Wohnungen im Wohnbereich des Caritaszentrums, in dem sich auch der Stadtteiltreff befindet. »Das hier ist mein Baby, mein Luxus, ich mache das ehrenamtlich«, sagt die ausgebildete Erzieherin, die zunächst in einem Fernstudium Grafik und Malerei studiert hat. Danach lernte sie in Frankreich bei einem griechischen Künstler intensiv das Malen. Eichenauer: »Je ein Jahr beschäftigten wir uns mit Aquarellfarben, Kohle und Öl.« Ihre besondere Vorliebe sind Collagen und Aquarellmalerei, und ihre Bilder verschönern die beiden Räume des Stadtteiltreffs. »Es ist für mich eine wahre Freude, Menschen, die das in ihrem Leben nie gemacht haben, zum Malen zu bringen«, sagt die Kursleiterin. Sieben Frauen kommen regelmäßig, darunter zwei aus der Stadt. »Das könnten ruhig mehr werden. Jeder, der freiwillig kommt, ist begabt. Die Kunst ist ein Handwerk, das man erlernen kann.« Die Friedbergerin Christine Chluba bestätigt diese Aussage: »Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so malen kann.«

Eltern-Kind-Treff geplant

Sie selbst leitet den Strickkurs im Stadtteiltreff. Zum Malen hat auch Karin Meyer-Jeran gefunden, der es ansonsten die Literatur angetan hat. »Ich würde gerne einen Literatur-/Lesekreis anbieten und vorlesen.« »Wir wollen ohnehin das Angebot ausbauen. Für Anregungen, Ideen und weitere Kooperationspartner sind wir immer dankbar«, sagt Alberti.

Noch in diesem Sommer soll jeden Mittwoch von 10 bis 11.30 Uhr eine »Allgemeine Sozialberatung« angeboten werden. In Planung ist ferner ein Eltern-Kind-Treff. »Der Seewiesentreff soll ein Ort sein, an dem jeder einfach sein kann« sagt Alberti. Das passt zum Motto des Projekts: »Gemeinsam aktiv im Sozialraum – bunt und offen.«

Wer Interesse am Stadtteiltreff Seewiese hat, der kann jeden Dienstag ab 15 Uhr zum Kaffeeklatsch kommen oder sich mit Martina Alberti (Tel. 0 60 31/58 34, E-Mail an martina.alberti@caritas-giessen.de) oder mit Astrid Genau (Tel. 0 60 31/73 79 16, E-Mail an astrid.genau@caritas-giessen.de) in Verbindung setzen.

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