Wetterau

Besondere Reise durch Schottland

Zu einer ganz besonderen Reise durch Schottland lud der Steinfurther Heimat- und Geschichtsverein »Die Rosisten« ein. 40 Gäste kamen zu dem »Whisky Tasting« – einer Verkostung schottischer Single Malt Whiskys – in den Steinfurther Fliederhof. Whisky-Experte Georg Steinhauer aus Rockenberg stellte den Gästen fünf verschiedene Whiskys aus verschiedenen Regionen Schottlands vor.
13. Dezember 2018, 20:17 Uhr
Redaktion

Zu einer ganz besonderen Reise durch Schottland lud der Steinfurther Heimat- und Geschichtsverein »Die Rosisten« ein. 40 Gäste kamen zu dem »Whisky Tasting« – einer Verkostung schottischer Single Malt Whiskys – in den Steinfurther Fliederhof. Whisky-Experte Georg Steinhauer aus Rockenberg stellte den Gästen fünf verschiedene Whiskys aus verschiedenen Regionen Schottlands vor.

Während der Verkostung schilderte Georg Steinhauer den Gästen, wie Whisky in Schottland hergestellt wird. Zunächst müsse die Gerste keimen, anschließend werde sie getrocknet und gemahlen. Dies mache heute nicht mehr jede Destille selbst, viele bezögen die vorgekeimte Gerste von Zulieferern. Dann werde in großen Bottichen die Gerste mit heißem Wasser zum Gären gebracht. »Bis hierhin ist es eigentlich die gleiche Vorgehensweise wie beim Bierbrauen«, erklärte Steinhauer. Danach komme das Gebräu zum zweimaligen Brennen in die »stills«.

Delle kann Geschmack verändern

Die Form dieser riesigen kupfernen Brennblasen habe großen Einfluss auf den Geschmack des Whiskys: »Schon eine Delle im Kupfer kann den Geschmack verändern«, sagte der Whisky-Experte. Jeder Whisky-Produzent habe eigene Formen, beispielsweise mit langem oder kurzem Hals, die er bevorzuge. Diese Brennblasen würden eigens für jede Brennerei erbaut.

Ein weiterer wichtiger Einfluss auf den Geschmack habe dann die Lagerung in den Fässern. Gerade die Whiskys mit Sherry-Note seien immer schwieriger herzustellen, da es an Sherry-Fässern mangele. »Die Schotten benutzen früher diese Fässer, weil sie billig zu bekommen waren«, erklärte der Whisky-Experte, heute seien die Fässer immer seltener und sehr teuer geworden, da weniger Sherry produziert werde. Mindestens drei Jahre müsse der Whisky reifen, bevor er verkauft werden dürfe. Höhepunkt der Verkostung war dann ein 15 Jahre alter Single Malt. Die Gäste waren alle begeistert von dem informativen und unterhaltsamen Abend bei leckerem Essen und schottischem Whisky und genossen auch nach dem Vortrag noch den einen oder anderen guten Tropfen.

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