23. Oktober 2018, 20:24 Uhr

Bereit fürs Wahl-Finale

Es ist das letzte Aufeinandertreffen aller Spitzenkandidaten für die hessische Landtagswahl gewesen: Die »Elefantenrunde« am Dienstagnachmittag im Bad Vilbeler Funkhaus von Hit-Radio FFH. Für den Sender bedeutete das Ausnahmezustand – und besondere Sicherheit sogar im benachbarten Burgpark.
23. Oktober 2018, 20:24 Uhr
FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth (links) begrüßt die Spitzenpolitiker und Moderatoren zur finalen Podiumsdiskussion vor der Landtagswahl im Funkhaus. (Foto: dpg)

Hannelore und Rainer Weber sind aus Lich hergefahren. Er ist dort CDU-Stadtverordneter, »aber nur ein Hinterbänkler«. Was die beiden an diesem Nachmittag in Bad Vilbel erleben, ist etwas ganz Besonderes: Die letzte Diskussion der Spitzenkandidaten jener sieben Parteien, die die Hessen am Sonntag voraussichtlich in den Landtag wählen. Zu der hat Hit-Radio FFH ins Funkhaus eingeladen.

Die gesamte politische Spitze des Landes, steigt nacheinander an der Heinrich-Heine-Straße aus den Autos. Rainer Rahn von der AfD ist als erstes da, schon 50 Minuten vor Beginn. Seine Aufregung kann er nicht verbergen. SPD-Mann Thorsten Schäfer-Gümbel folgt etwas später, Janine Wissler von der Linken und Umweltministerin Priska Hinz von den Grünen kommen dann. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) fährt erst knapp eine Viertelstunde vor Beginn vor.

Wachsam im Burgpark

Angesichts von so viel Prominenz haben Zivilpolizisten und Sicherheitsleute alles im Blick rund ums Funkhaus. Sie stehen direkt dahinter, vor dem Studio, beobachten den Burgpark wachsam. So sicher war die Mulde selten. Drinnen nehmen nach und nach Zuschauer die 75 Plätze ein. Es sind Mitarbeiter aus dem Haus und deren Angehörige. Als Nachbarn von FFH haben auch Günter und Dirk Hinkel, die Chefs der Hassia-Mineralquellen, Einladungen erhalten.

»Das ist der letzte, große Showdown vor der Wahl«, sagt Marc Beeh, der Vize-Programmchef von FFH. »Wir sind schon stolz, dass das bei uns stattfindet.« Die zweistündige Diskussion wird live im Internet gesendet. Aufwendig hat der Sender dafür auch Fernsehtechnik aufgebaut und einen großen Besprechungsraum zum Regieraum umfunktioniert. Schon nach kurzer Zeit sind Auszüge im laufenden Radioprogramm zu hören.

Die Lässigkeit jahrzehntelanger Erfahrung strahlt Senderchef Hillmoth aus. »Wir haben das ja schon öfter gemacht.« Ans quirlige Aufeinandertreffen von Roland Koch (CDU) und Andrea Ypsilanti (SPD) erinnert er sich. »Diesmal ist die Situation noch spannender«, sagt Hillmoth. »Ich bin gespannt, ob es diesmal noch aufregender wird.«

Darauf hoffen auch die Webers aus Lich. Sohn Thorsten ist stellvertretender Chef vom Dienst bei FFH, deshalb dürfen sie dabei sein. »Ich will mir hier noch ein Meinungsbild verschaffen«, sagt Rainer Weber. Ob das bei ihm als CDU-Mitglied nicht festliegt? »Es ist ja nicht alles toll, was die Partei macht.« Noch sei er unentschieden.

Marc Beeh treibt die Zuschauer zur Eile an, Platz zu nehmen. Dann kommen schon die Kandidaten die Treppe herunter aus der Maske, alle mit Mikrofonen ausgestattet. Alle nehmen Platz. Ein Glas Wasser fehlt noch für Volker Bouffier, raunt eine Mitarbeiterin. Dann das Rotlicht. »Herzlich willkommen«, sagt Hans-Dieter Hillmoth. Und ermuntert das Publikum. »Sie müssen nicht mucksmäuschenstill sein.« Ein Applaus brandet auf.

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