01. November 2018, 20:51 Uhr

Bad Nauheim löst Schlamm-Problem

01. November 2018, 20:51 Uhr
Unterzeichnen die Vereinbarung für die befristete Übernahme des Klärschlamms aus Oppershofen (v. l.): Peter Krank, Klaus Kreß, Manfred Wetz und Heidrun Kammer.

Künftig wird die Bad Nauheimer Kernstadt-Kläranlage Klärschlamm aus Oppershofen verarbeiten. Am Donnerstag wurde die Zusammenarbeit vertraglich festgehalten. Die Vertragspartner, Bürgermeister Klaus Kreß und Erster Stadtrat Peter Krank für die Stadt Bad Nauheim sowie Bürgermeister Manfred Wetz und Erste Beigeordnete Heidrun Kammer für die Gemeinde Rockenberg, trafen sich dazu im Bad Nauheimer Rathaus.

Ab 2019 gelten neue und verschärfte Regelungen für die Verarbeitung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlichen Flächen«, heißt es erläuternd in einer Pressemitteilung aus dem Bad Nauheimer Rathaus. So müsse etwa der Schlamm auf mindestens 15 Prozent Trockensubstanz entwässert werden.

Transport alle zwei Wochen

Wetz: »Der Nassschlamm aus der Kläranlage Oppershofen erreicht diesen Wert nicht, deshalb ist künftig eine weitere Eindickung erforderlich. Dies ist mit den vorhandenen Einrichtungen in Oppershofen nicht möglich, und die Anschaffung einer stationären oder der Einsatz einer mobilen Pressanlage und die Schaffung von Lagereinrichtungen wären erforderlich. Dies ist unwirtschaftlich, da in etwa vier Jahren ein Anschluss der Anlage an das Hauptpumpwerk und damit die Reinigung des Abwassers in der Kläranlage der Stadt Butzbach geplant ist. Dort wird bereits das Abwasser aus dem Ortsteil Rockenberg verarbeitet. Wegen des laufenden Umbaus der Kläranlage ist eine Abnahme des Schlamms durch die Stadt Butzbach nicht möglich. Die zeitlich begrenzte Übergangslösung mit Bad Nauheim kommt uns daher sehr entgegen.«

Ab sofort wird der Nassschlamm im zweiwöchentlichen Rhythmus von Oppershofen nach Bad Nauheim transportiert. Für Behandlung und Entsorgung von etwa 1200 Kubikmeter Klärschlamm pro Jahr sind rund 15 000 Euro zu entrichten. Den Transport organisiert die Gemeinde Rockenberg selbst.

»Eine gemeinschaftliche Nutzung unserer Anlagen und vorhandenen Kompetenzen zur Erfüllung der steigenden Anforderungen bei der Schlammbehandlung macht ökologisch und wirtschaftlich auf jeden Fall Sinn. Wir sind gerne bereit, die Behandlung des Klärschlamms aus Oppershofen zu übernehmen. Ich freue mich auf eine vertrauensvolle Kooperation mit der Gemeinde Rockenberg im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit«, sagte Kreß während der Unterzeichnung. (Foto: pm)

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