04. April 2019, 21:06 Uhr

BI spricht von unzureichender Planung

04. April 2019, 21:06 Uhr

Der Wölfersheimer Bürgermeister Eike See hat eine weitere, dritte Offenlage im Rahmen der Bauleitplanung zum Rewe-Logistikzentrum angekündigt (von 8. April bis 13. Mai). Das geschieht knapp zwei Monate, nachdem die Frist zur zweiten Offenlage endete. Nun meldet sich die Bürgerinitiative »Bürger für Boden« mit einer Pressemitteilung dazu zu Wort. Es heißt: »Was von ihm als Entgegenkommen, Offenheit und Transparenz verkauft wird, ist nach Einschätzung der Bürgerinitiative ›Bürger für Boden‹ die Folge einer unzureichenden Planung, die durch Überarbeitung in einem erneuten Anlauf genehmigungsfähig gemacht werden soll. Von Fachbehörden kamen erhebliche Kritik und Maßgaben, die diese erneute Offenlage nötig machen.« Christa Degkwitz von der BI sagt dazu: »Wesentliche behördliche Stellungnahmen kamen zu dem Schluss, dass gegen den Standort an sich und gegenüber vorgelegten Planungen erhebliche Bedenken bestehen. Wir sind gespannt auf die Nachbesserungen.«

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: »Auch die aufklärende Arbeit des Aktionsbündnisses Bodenschutz Wetterau hat gewichtige Mängel bisher vorgelegter Planungen öffentlich gemacht und zu zahlreichen Einwendungen von aufmerksamen Bürgern und Bürgerinnen – laut Bürgermeister See waren es rund 2000 – geführt.«

BUND in Berufung gegangen

Im Aktionsbündnis habe sich eine breite überparteiliche Allianz aus Kirchen sowie Naturschutz- und Bauernverbänden zusammengeschlossen. Auch Werner Neumann vom BUND äußert sich zur dritten Offenlage: »Eine weitere erneute Auslegung ist kein Akt des Entgegenkommens, sondern zeigt in vielfacher Hinsicht (Natur, Lärm, Verkehr, Wasser, Abwasser usw.), dass die bisherige Vorlagen nicht ausreichend oder fehlerhaft waren. Und es bestätigt in vollem Maße die Kritik, die Aktionsbündnis, BI ›Bürger für Boden‹ und 2000 Personen vorgetragen haben.« Der BUND sei mittlerweile in die Berufung seiner Klage gegen die Planung zur Zielabweichung des Flächennutzungsplans gegangen.

Aus Sicht der Bürgerinitiative solle mit der erneuten Offenlage etwas genehmigungsfähig gemacht werden, was in vielerlei Hinsicht unvernünftig sei.

Degkwitz dazu: »Diese Unverantwortlichkeit wird weiter im Zentrum unserer Kritik stehen. Wir rufen deshalb die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich zahlreich an der dritten Offenlegung zu beteiligen. Wir werden gemeinsam mit dem Aktionsbündnis eine Mustereinwendung vorbereiten und weiterhin klarmachen, dass ein Logistikzentrum an diesem Ort, auf diesen wertvollen Böden nichts zu suchen hat.«

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