19. April 2018, 18:31 Uhr

Außergewöhnliches Klangspektrum

19. April 2018, 18:31 Uhr
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Aus der Redaktion
Ausgezeichnet: Prof. Christopher Miltenberger, der am Klavier spielen wird. (pv)

Der Förderverein sinfonische Musik bietet dieses Jahr neben den vier jährlichen Sinfoniekonzerten am Sonntag, 6. Mai, um 16.30 Uhr im Jugendstiltheater ein ganz besonderes Konzert an. Unter dem Motto »Festival klassischer und zeitgenössischer symphonischer Musik« spielt die Rheinhessische Bläserphilharmonie gern gehörte aber noch nicht so häufig gespielte Kompositionen. Besonders an diesem Konzert sind nicht nur die hörenswerten Stücke sondern auch, deren Darbietung durch ein großes philharmonisches Blasorchester. Orchester und Programm versprechen ein außergewöhnliches Klangspektrum und musikalische Unterhaltung. Mit der Rheinhessischen Bläserphilharmonie konnte ein Orchester gewonnen werden, das sich seit Jahren durch professionelle nationale und internationale Auftritte viele Preise erspielt hat und überregional große Anerkennung genießt. Rund 60 Musiker auf der Bühne lassen ein besonderes Konzerterlebnis erwarten. Geleitet wird das Orchester seit 2006 von Chefdirigent Stefan Grefig, der auch das Landesjugendblasorchester Rheinland-Pfalz und das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz leitet.

Das Konzertprogramm, das von Mitgliedern des Orchesterensembles moderiert wird, beginnt mit der beeindruckenden Grand Fanfare von D’Addona. Anschließend folgt Watchman, tell us of the night des amerikanischen Komponisten Mark Camphouse. »Eine Hymne für alle Kinder, die Opfer von Misshandlungen wurden; das Stück soll ihre Einsamkeit aber auch der Hoffnung auf Heilung ihrer Wunden Ausdruck verleihen« beschreibt er seine Intension für dieses Werk. Seine Musik drückt das Spannungsfeld von Trauma, Heilung und Zuwendung der Menschen aus. Er bleibt dabei harmonischer Musik treu. Spröde Momente in der Musik wechseln mit tief romantischen Passagen ab. Es entstehen musikalische Traumbilder, die durch atemberaubende Klänge ein Fest für die Ohren sind.

Der australische Komponist Percy Grainger zählt zu den großen Komponisten des vergangenen Jahrhunderts. Nach klassischer musikalischer Ausbildung verfolgte er seine Vorstellungen einer volkstümlichen, nordisch geprägten Musik. Lincolnshire Posy entstand 1937 als originale Komposition für große Blasorchester.

In den sechs Sätzen dieses Werkes werden Volkslieder verarbeitet, welche der Komponist Anfang des 20. Jahrhunderts in England aufzeichnete.

Die Rhapsody in Blue des amerikanischen Broadway-Komponisten George Gershwin ist Musikliebhabern geläufig, wird sie doch weltweit noch häufig gespielt. Ungewöhnlich ist die Aufführung durch eine Bläserphilharmonie. Der japanische Komponist Tohru Takahashi hat 1999 die Komposition von George Gershwin in hervorragender Transkription für Blasorchester und Piano arrangiert und große Zustimmung und Beachtung erhalten. Für die Rheinhessische Bläserphilharmonie ist die Aufführung dieses Stückes eine Premiere und wird nur für das Publikum in Bad Nauheim gespielt. Solist am Piano ist Professor Christopher Miltenberger, der bereits viele renommierte Preise und Stipendien gewonnen und zahlreiche Konzertreisen absolviert hat. Er ist Prorektor an der Hochschule für Musik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Den Abschluss des Programmes bildet Sound of Ireland, eine Suite irischer Volkslieder mit teilweiser textlicher Moderation.

Eintrittskarten zu diesem Konzert gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen der Wetterauer Zeitung in Bad Nauheim und Friedberg oder bei der Tourist-Information.



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