15. Juni 2018, 20:19 Uhr

Aus dem Friedberger Stadtparlament

15. Juni 2018, 20:19 Uhr

Straßenbeiträge – Der hessische Landtag hat den Kommunen die Möglichkeit eingeräumt, ganz auf Straßenbeiträge zu verzichten. Bislang mussten die Anwohner der zu sanierenden Straßen hohe Beträge zahlen. Friedberg hat 2017 auf Druck der Aufsichtsbehörde Straßenbeiträge eingeführt, aus Rücksicht auf die Bürger seither aber keine Straßen mehr grundsaniert. Gut möglich, dass die Kreisstadt die Straßenbeiträge wieder abschafft. Ob das sinnvoll ist und ob sich die Stadt das überhaupt leisten kann, soll in den parlamentarischen Ausschüssen beraten werden. Die FDP hatte den Antrag gestellt, die geltende Straßenbeitragssatzung »zum nächstmöglichen Zeitpunkt« aufzuheben. Winfried Ertl (UWG) stimmte zu, sagte, es sei »unverschämt«, wie das Land die Kommunen in der Vergangenheit erpresst habe. Er sei »hundertprozentig für die Abschaffung«, die Sache müsse auch nicht erst noch im Ausschuss beraten werden. Dieser Einschätzung widersprach Marion Götz (SPD). Man müsse auch das »Kleingedruckte« lesen, vor dieser Entscheidung sei noch vieles zu beachten. Auch biete das Land Unterstützung und Zuschüsse, wenn eine Kommune von einfachen Straßenbeiträgen zu den viel aufwendigeren wiederkehrenden Straßenbeiträgen wechsele. Das alles müsse vorab geprüft werden. Auch Olaf Beisel (CDU) fand: »Wir müssen darüber reden.« Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU) sagte, die Ämter arbeiteten bereits an einer Lösung. Zur nächsten Haushaltsberatung soll eine Liste mit allen sanierungsbedürftigen Straßen vorgelegt werden. Die Angelegenheit wurde nach einer etwas verwirrenden Auszählung der Stimmen zur weiteren Beratung in die Ausschüsse verwiesen.

Imagefilm – Keine 24 Stunden waren vergangen, seit Bürgermeister Dirk Antkowiak während der Stadtparlamentssitzung über Smartphone den neuen Imagefilm von Friedberg freigeschaltet hatte, da wurde der Streifen schon fast 600-mal aufgerufen. »In drei Minuten zeigt sich Friedberg von seiner schönsten Seite«, kommentierte Antkowiak den Film, den die Stadtwerke beim Filmteam »Die Aufsteiger« in Auftrag gegeben haben. Das Drehbuch schrieben Mitarbeiter vom Amt für soziale und kulturelle Dienste. »Erlebe Friedberg« lautet der Titel. Gezeigt wird eine Stadt in Bewegung, eine Stadt mit viel Energie und sehenswerten Baudenkmälern wie der Burg mit dem Adolfsturm, den Antkowiak für die Dreharbeiten gleich mehrmals besteigen durfte. Auch die Erste Stadträtin Marion Götz ist zu sehen: Ihr Bruder schlägt einen Tennisball in die Luft, sie schaut ihm nach und er landet im Quellwasserschwimmbad Ockstadt (der Tennisball, nicht der Bruder). So wechseln sich die Szenen ab, es geht vom Junity zum Kirschenberg, von der Kaiserstraße zur THM, von Firmen zu den Menschen, die hier leben und arbeiten. Ein gelungener Film, von dem es Fortsetzungen geben wird. »Wir haben Material für weitere Filme«, sagte Antkowiak. Nach den Vorführungen im Magistrat und im Stadtparlament wird der Streifen an diesem Wochenende auf der Stadtmesse in der Partnerstadt Entroncamento präsentiert. 64 Friedberger sind derzeit in Portugal, darunter die Marvin Dorfler Big Band, jugendliche Fußballer des SV Germania Ockstadt, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Mitglieder des Europaclubs. Der Film ist auf der Homepage der Stadt (Menüpunkte »Aktuelles« und »Tourismus und Freizeit«) zu sehen und auf der Videoplattform Youtube. (jw/Foto: pm)

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