Egal unter welchem Namen: Sie hatten ein rasantes Programm. Nach Einzug und dem traditionellen Schwur startete der Abend mit einem Garde-Potpourri. Gleich darauf kündigte die Sitzungspräsidentin Tanja Imhof an: »Jetzt gibt’s was auf die Ohren!« und die Hochstädter Lärmbelustigung zog mit Pauken und Trompeten auf die Bühne.

Das Männerballett aus Assenheim erzählte mit dem »Geheimnis des Sarkophags« eine 4000 Jahre alte Geschichte des Liebeskummers eines ägyptischen Königs. Der von einem Forscher zum Leben erweckte Pharao konnte mithilfe von Zauber und einer Mumie zum Vergnügen aller seine Angebetete zum Leben und Lieben verführen.

Die »Bumblebees« der Garde Rodheim zeigten einen Tanz von Engeln und Teufeln. Die seit der letzten Saison neu aufgestellte Truppe erhielt viel Applaus. Der Transvestie-Künstler Sascha Adam betrat als »Tarabas van Luc« auf High Heels die Bühne und überraschte mit seinem Gesang. Er brachte den Saal mit Liedern und einer Polonaise so richtig in Bewegung.

 
Fotostrecke: Rodheimer Weiberfasching im Bürgerhaus

Die »Little Devils« der Tanzgarde Rodheim entführten die Zuschauer in das Spielparadies Las Vegas. Zunächst als wandelnde Spielkarten, dann als Truppe überzeugten die Mädchen mit ihrer tänzerischen Leistung. Zur Vertretung des Landrats Jan Weckler erschien die Wetterauer Durchschnittsbürgerin Ursela Kraft, dargestellt von Markus Karger. Ursela war froh als Wählerin mal zu Wort zu kommen, denn schließlich sei der einfache Bürger immerhin der »politisch Leidtragende«.

 

Tränen beim Abschied von Trainerin

 

Nach einer kurzen Pause zeigten die Solotänzerinnen Lucy Zimmermann, Annika Eß und Lisa Fuchs ihr Können. Für Lisa war es ihr letzter Auftritt auf der Bühne, was für Tränen sorgte, doch sie bleibt dem Rodheimer Fasching als Trainerin erhalten.

Das Männerballett der »Taunuseulen« vom SKV Seulberg betrat als Bauarbeiter die Bühne und kam bei der Musik kräftig in Schwung. Mit erotischem Hüftschwung begeisterten sie die Rodheimer Frauen. Wie Tanja verriet, war es der erste Auftritt der Seulberger außerhalb ihrer Stammbühne und sie ernteten für ihre Darstellung mehr als eine Rakete.

Der »Urlauber« Frank Demmer erzählte über die Tücken einer Urlaubsreise, die er am liebsten »gar nett gemacht hätt«. Erst als er nach vielen Schwierigkeiten und glücklicher Heimreise bemerkte, dass die Urlaubsbekanntschaft im Nachbarhaus einzieht, wollte er sofort auf Weltreise gehen. Als drittes Männerballett erschienen die »Roaremer Bouwe« als Neandertaler. Nachdem sie das Feuer erfunden hatten, verwandelten sie sich in die Flintstones und rockten auf der Bühne. Die »Crazy Devils« zeigten einen Modern Dance und brachten die Bühne zum Beben. Der Abschied der ehemaligen Trainerin Christin Neisel ließ noch einmal Tränen laufen. Der »singende Kellner Pierre« (Rick Mayfield) brachte den Saal richtig zum Schunkeln. Als viertes und letztes Männerballett erschienen die »Pink Tigers«. Das einzige schwule Männerballett zeigte eine überragende Show. Die Rodheimer Weiberfastnacht schunkelte sich noch weit in die Morgenstunden.

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