Wetterau

Aufbruch als Experiment

»Aufbruch« lautet das Motto der »Jahresausstellung der malenden Mitglieder«, die am Freitagabend in den Räumen des Kunstvereins in der Haagstraße 16 mit einer Vernissage eröffnet wurde. Rekordverdächtig war die Zahl der Besucher, die Kunstvereinsvorsitzender Joachim Albert begrüßen konnte, darunter Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und die für den Kulturbereich zuständige Amtsleiterin Christine Böhmerl. Zum ersten Mal in ihrer 41-jährigen Geschichte war die Ausstellung unter ein Motto gestellt worden, was in der Mitgliedschaft nicht unumstritten war. »Es war ein Experiment mit ungewissem Ausgang, umso erfreuter bin ich über den fruchtbaren Boden und die großartige Resonanz«, erklärte Albert, der zusammen mit René Ludwig die 57 Arbeiten von 36 Künstlern gehängt hat (die WZ berichtete).
01. November 2017, 19:41 Uhr
Harald Schuchardt
Kunstverein
Ungewisse Zukunft nennt Ernesto Filippelli seinen bemalten und verschnürten Koffer. (Foto: lod)

»Aufbruch« lautet das Motto der »Jahresausstellung der malenden Mitglieder«, die am Freitagabend in den Räumen des Kunstvereins in der Haagstraße 16 mit einer Vernissage eröffnet wurde. Rekordverdächtig war die Zahl der Besucher, die Kunstvereinsvorsitzender Joachim Albert begrüßen konnte, darunter Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und die für den Kulturbereich zuständige Amtsleiterin Christine Böhmerl. Zum ersten Mal in ihrer 41-jährigen Geschichte war die Ausstellung unter ein Motto gestellt worden, was in der Mitgliedschaft nicht unumstritten war. »Es war ein Experiment mit ungewissem Ausgang, umso erfreuter bin ich über den fruchtbaren Boden und die großartige Resonanz«, erklärte Albert, der zusammen mit René Ludwig die 57 Arbeiten von 36 Künstlern gehängt hat (die WZ berichtete).

Erstmals vertreten sind Marcel Pfeffer und Simon Kneipp. Demgegenüber hat Detlef Hartig von Beginn an an der Ausstellung teilgenommen. Auffallend ist die gestiegene Vielfalt an Techniken, wie Zeichnung, Malerei in Öl und Acryl, Skulpturen aus Keramik und Holz, Collage, Karikatur und Fotografie. Ein Hingucker im zweiten Raum ist »Pegasus«, ein großes Pferd, hergestellt von Elias Bühring, ebenso wie eine mehrteilige Installation von Yves Langsdorf.


 

Als »spannend und vielseitig« bezeichnete Albert die Herangehensweise der Künstler an das gestellte Thema, wie dem Aufbruch in der Kirche mit Porträts von Luther und Papst Franziskus von Silke Trunk oder dem gesellschaftlichen Aufbruch. Als Beispiel nannte Albert die Gleichstellung homosexueller Paare, vertreten durch ein Acrylgemälde von Anja Steiniger-Christian. Künstlerisch umgesetzt wurden auch kritische Ansätze, wie in der Arbeit »Aufbruch vor dem Taifun und Überschwemmungen in Bangladesh« von Reiner Hassinger oder »Flucht« von Gottfried Steiniger.

Die ausstellenden Mitglieder sind Heike Geck, Anja Steiniger-Christian, Ernst Adolf Engel, Silke Trunk, Erich E. Fechter, Chris Weniger, Hans Haber, Waltraud Horst, Barbara Meiler, Helga Bruns, Hannelore Buch, Heidemarie Trützler, Helena Waldschmidt, Detlev Hartig, Yves Langsdorf, Karola Summ, Gertrud Collin-Trützler, Gustl Trützler, Heidrun Seipp, Claudia Heidt, Vladimir Fedorov, Sabine Dreßler, Ernesto Filippelli, Marion Rewitz, Reiner Hassinger, Bernd Raab, Elisabeth Reuter, Marcel Pfeffer, Simon Kneip, Dr. Burchard Bott, Elias Bühring, Inge Klein, Elke Hassinger, Ulla Schmidt, Roland Schumann und Dr. Gottfried Steiniger.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/Wetterau-Aufbruch-als-Experiment;art472,339623

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