16. Mai 2019, 20:12 Uhr

Auf der ganz großen Bühne

16. Mai 2019, 20:12 Uhr
Das Kur-Sinfonieorchester unter Leitung des jungen und aufstrebenden Dirigenten Martin Spahr aus Gießen wird sein Debüt bei der Sinfoniekonzertreihe geben. (Fotos: cor)

Frisch und dramatisch ist die Musik des Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), die das Kur-Sinfonieorchester am Sonntag, 19. Mai, um 16 Uhr im Jugendstil-Theater spielt. Der Komponist prägte die Romantik wie kaum ein anderer Musiker. Mendelssohn Bartholdy gilt als musikalischer Heißsporn unter den Komponisten, Dirigenten und Pianisten seiner Zeit, 2019 wird nun sein 210. Geburtstag gefeiert. Ihm zu Ehren wird das Kur-Sinfonieorchester feurige, dramatische und jugendlich gefühlvolle Werke aus seiner ersten Lebenshälfte präsentieren. Zugleich gibt das Orchester unter Leitung des jungen und aufstrebenden Dirigenten Martin Spahr aus Gießen auch sein Debüt bei der Bad Nauheimer Sinfoniekonzertreihe.

Eine Premiere, der mit Spannung und Vorfreude entgegengefiebert wird. »Es wird uns eine Freude sein, auf der Bühne zu spielen«, sagt der musikalische Leiter des Kur-Sinfonieorchesters, Michael Strecker, der auch die Moderation des Konzertes und ein Solo übernehmen wird. Zugleich verrät Strecker, warum das Programm nur Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy beinhaltet. Nur Mendelssohn? »Das wird alles andere als langweilig«, verspricht Strecker. »Die drei ausgewählten Kompositionen von ihm könnten auch von drei ganz unterschiedlichen Komponisten sein.« Alle drei Werke stammen aus der ersten Lebenshälfte Mendelssohns, der bereits in jungen Jahren komponierte. »Entstanden sind sie in sieben Jahren, in einem Alter zwischen 13 und 20 Jahren, eine enorme Entwicklung wird in ihnen spürbar«, schwärmt Strecker.

Zum Auftakt die »Hebriden«-Ouvertüre, die geheimnisvoll dramatische Beschreibung der »Fingalshöhle« auf der westschottischen Insel Staffa. Das vor jugendlicher Leidenschaft strotzende Konzert für Violine und Streichorchester, das Mendelssohn im Alter von dreizehn Jahren schrieb, wird von Solist Strecker interpretiert. Als Höhepunkt des Konzerts erklingt Mendelssohns Sinfonie Nr. 3 »Die Schottische«, in der er seine Erlebnisse der Schottlandreise, von den Stätten Maria Stuarts über die Highlands bis zu den Hebriden, verarbeitete. »Gefühlvolle Melodien bis hin zur »Beethovlichen« Dramatik.« »Schnelle Wechsel, ähnlich wie beim Schottischen Wetter, spiegeln sich auch in der Komposition wider«, wie auch Musikschulleiter Ulrich Nagel erklärt.

Obwohl Mendelssohn Bartholdy nur 38 Jahre alt geworden ist, schuf er in seinem kurzen Leben ein in Umfang und Qualität beeindruckendes Werk, das neben Orchesterstücken, Liedern und Kammermusikstücken auch Oratorien umfasst. Auch gibt es Bezüge zur Frankfurter Region.

Geglückte Zusammenarbeit

Während eines Aufenthaltes als Gastdirigent lernte Mendelssohn 1836 in Frankfurt die Pfarrerstochter Cécile Jeanrenaud kennen, die er 1837 in Frankfurt heiratete. Damit war die enge Bindung zu Frankfurt und zum Taunus besiegelt: Mendelssohn kam zwischen seinen Amtspflichten in Berlin und Leipzig und seinen ausgedehnten Konzertreisen als Starpianist und -dirigent immer wieder hierher, um zu kuren und in Ruhe zu komponieren.

Mit dem Konzert am Sonntag steht bereits das zweite Konzert der diesjährigen Sinfoniekonzertreihe auf dem Programm. »Das Auftaktkonzert im März war wieder sehr schön, das Jugendstil-Theater war mit 640 Besuchern fast voll besetzt. Programm und Darbietung durch das Orchester wurden vom Publikum mit viel Applaus bedacht«, sagt Diethard Bauer vom Verein zur Förderung sinfonischer Musik Bad Nauheim. Hier möchte das Kur-Sinfonieorchester nun gerne anknüpfen.

Karten gibt es im Vorverkauf unter anderem bei der Tourist-Info oder an der Tageskasse im Theater. Informationen zu den Sinfoniekonzerten und Abonnements gibt es unter www.Sinfonie-badnauheim.de oder www.bad-nauheim.de.

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