06. November 2019, 19:07 Uhr

Auf dem Hesselbacher Gletscher

06. November 2019, 19:07 Uhr
Die traditionelle Tour des Fördervereins führt zu einem Freibad, das eine ähnliche Betriebsstruktur wie das in Ockstadt aufweist. (Foto: pv)

Bei bereits frühwinterlichen Witterungsbedingungen unternahm der Förderverein Quellwasserschwimmbad Ockstadt seine traditionelle Tour zu einem Freibad, das eine ähnliche Betriebsstruktur wie das in Ockstadt aufweist. Diesmal hatten sich die Schwimmbadfreunde aus dem Kirschendorf das 600 Einwohner zählende und knapp 450 Meter hoch gelegene Hesselbach in der Nähe von Bad Laasphe ausgesucht.

Das kleine Bad wurde bereits 1936 errichtet, als man in einer Talsohle in einem Bachbett ein Becken einbauen konnte. Anfang der 80er Jahre war dann die Bausubstanz desolat. Im Rahmen umfangreicher Sanierungsarbeiten gelang es 1988 das Bad mit Spendengeldern, der Unterstützung ortsansässiger Firmen und nicht zuletzt durch das Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer aus dem Dorf das Freibad wieder zu eröffnen. Genau wie auch in Ockstadt haben sich die Bemühungen des dortigen Fördervereins gelohnt und man betreibt mittlerweile das herrlich gelegene Bad im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge in Eigenregie mit finanzieller Unterstützung der Stadt Bad Laasphe.

Reparaturen und Badesaufsicht werden eigenständig koordiniert und ausgeführt. Auch hier zählt ein fester Stamm von etwa 60 bis 70 Freiwilligen zum festen Bestandteil des Bades, um den Betrieb am Laufen zu halten. Begrüßt wurden die 50 Ockstädter von Dirk Messerschmidt vom Heimatverein und Volker Gerhardt vom Schwimmbadförderverein, die berichten konnten, dass das Freibad in den Sommermonaten stets zum Mittelpunkt des dörflichen Lebens wird, bei dem die familiäre Atmosphäre und die Geselligkeit zu spüren sind. Ein alljährliches Schwimmbadfest zählt ebenfalls zum Bestandteil des Vereinslebens.

Im weiteren Verlauf der Tagesreise führten die Hesselbacher Vereinsvertreter um den Ehrenvorsitzenden des Sportvereins Günter Gerhardt, die Besucher zu einer schön gelegenen Hütte unweit des Freibades. Diese sollte sich zur großen Überraschung als echte Skihütte entpuppen. Die Ockstädter staunten nicht schlecht über die hier vorhandene Infrastruktur eines auch in Eigenregie betriebenen Miniskigebietes mit Schlepplift, moderner Pistenraupe und Schneekanonen, bekannt als »Hesselbacher Gletscher«. Verblüffend, dass sich genau hier im Wittgensteiner Land, nur zwei Kilometer hinter der Grenze zu Hessen, einer der markantesten Kältepole Deutschlands befindet, der nur von Wetterstationen im Schwarzwald, Bayrischen Wald und im Erzgebirge geknackt werden kann. Aufgrund der besonderen Landschaftsform der »Wittgensteiner Hochmulde«, die quasi wie eine Badewanne wirkt, auf der sich eine Kaltluftschicht legen kann, ist eine außerordentliche Schneesicherheit gegeben. Der Skipiste weist die Schwierigkeitsstufe »schwarz« auf, sodass hier tatsächlich alpine Skiverhältnisse gegeben sind. Im September wurde eine hochmoderne Schneekanone aktuell installiert, deren Funktion in Augenschein genommen werden konnte.

Bei einem deftigen Buffet, Getränken und guten Gesprächen mit den Einheimischen ließen die Ockstädter den Tag ausklingen, ehe man beeindruckt die Rückreise antrat.

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