19. Februar 2018, 09:15 Uhr

Usa-Wellenbad

Aqua-Zumba: Fitnessprogramm mit Spaß

Es schont die Gelenke, ist gut für die Durchblutung, verbessert die Ausdauer, stärkt das Immunsystem. Und es macht offensichtlich Spaß: Zumba im Wasser.
19. Februar 2018, 09:15 Uhr
Hoch die Arme: Aqua-Zumba im Usa-Wellenbad hat sich schon länger etabliert, die Kurse von Alexandra Seitz (r.) sind gut besucht. Ein paar Männer mehr könnten es allerdings sein. (Foto: Corinna Weigelt)

Wasser

Menschen, Tiere, Pflanzen brauchen Wasser zum Überleben. Aber es ist auch für viele andere Bereiche wichtig. In unserer Serie stellen wir unterschiedliche Facetten des Wassers vor.

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Im Usa-Wellenbad in Bad Nauheim bietet Alexandra Seitz Aqua-Zumba-Kurse an. Das Interesse ist groß. Auch Männer sind willkommen, sind aber ein problematisches Klientel.

Tanzen zu lateinamerikanischer Musik, und das unter Wasser? Was erst einmal ungewöhnlich klingt, ist der Workout-Trend in Schwimmbädern. Beim Aqua-Zumba trifft Zumba auf Wasser – und sorgt für Wassergymnastik der besonderen Art. Ausdauer, Immunsystem, Herzkreislaufsystem, Atmung und Durchblutung – all das wird durch die spezielle Form von Wassergymnastik gefördert und verbessert. Bereits seit vier Jahren bietet Alexandra Seitz ihre Kurse im Haus am Landgrafenteich in Bad Salzhausen und im Usa-Wellenbad an. »Die Teilnehmer sollen Spaß am Sport haben«, sagt Seitz.



Aqua-Zumba bringt die Zumba-Philosophie mit Wasserwiderstand zusammen. Dadurch kostet jeder Schritt etwas mehr Kraft, und die Muskeln werden gestärkt. Durch den natürlichen Widerstand und das halbe Tempo der Bewegungen werden die Gelenke dabei aber weniger belastet. Man kann also einfach mal loslassen. »Aqua-Zumba eignet sich daher besonders für Menschen mit Gelenkproblemen«, erklärt Alexandra Seitz. Hilfreich sei der Sport auch bei der Reduzierung von Übergewicht oder bei Bandscheibenproblemen. »Eine Altersbeschränkung gibt es nicht«, sagt die Trainerin. »Ich habe junge Teilnehmer dabei oder auch eine Dame, die 74 Jahre alt ist.« Das Training sei zudem auch für Nicht-Schwimmer geeignet, die Teilnehmer wählen ihre »Wohlfühl-Wasserhöhe« im Nichtschwimmer-Bereich selbst aus. »Optimal ist die Brusthöhe«, sagt Seitz.

 

Keine Modeerscheinung

 

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Trainerin Alexandra Seitz gibt am Beckenrand die Übungen vor.

Für Seitz ist es wichtig, dass die 45 Minuten Programm auch Spaß bereiten. Dazu gehöre auch der richtige Rhythmus. Latein, Salsa, Merenque oder Reggae animieren zum Mitmachen. Längst habe sich die Sportart in Deutschland etabliert. Aqua-Zumba zählt auch zum festen Programm im Usa-Wellenbad. »Schon der erste Kurs vor vier Jahren war direkt ausgebucht, bis heute ist das Interesse groß.« Von einer Modeerscheinung kann daher nicht die Rede sein.

Alexandra Seitz entdeckte ihre Leidenschaft für Aqua Zumba vor gut fünf Jahren auf einer Zumba-Party. »Kurz darauf habe ich den Trainerschein gemacht und mit dem Usa-Wellenbad Kontakt aufgenommen.« Die Mutter zweier Kinder ist selbst seit Jahren Schwimmbad-Stammgast. »Schon als Kind war ich dreimal pro Woche hier.« Schnell wurden die Zumba-Angebote fest ins Schwimmbad-Programm aufgenommen.

 

Auch Männer sind willkommen

 

In der Regel begrüße sie zehn bis zwölf Teilnehmer pro Kurs. Das Maximum betrage 20 Personen. Der Nachfrage entsprechend werden die einzelnen Kurse eingeteilt. Für März sind bereits die nächsten Kurse geplant. Anmelden kann man sich über ein Kontaktformular auf der Internetseite des Usa-Wellenbads. Möglich ist auch eine Schnupperstunde zum Kursauftakt.

Willkommen sind übrigens auch männliche Teilnehmer. »Wir haben bereits Herren in den Kursen begrüßt«, sagt Seitz. Zweien von ihnen sei das Angebot dann aber zu anstrengend gewesen. Haben Frauen da vielleicht die bessere Ausdauer? Vielleicht betrachten Männer Aqua-Zumba immer noch als ein Tanzangebot für Frauen?

»Wir haben Aqua-Zumba im Urlaub kennengelernt, möchte es nun hier vor Ort ausprobieren«, erklärt dazu ein Ehepaar. »Ich nutze viele Sportangebote, Badminton oder Beachvolleyball, nun probiere ich halt Aqua-Zumba«, sagte ein mutiger Herr bei der jüngsten Schnupperstunde. Er sei schon neugierig, ob er sich bei der Sportart auspowern könne. »Schließlich möchte ich etwas für die Fitness tun.« Da ist er bei Alexandra Seitz bestens aufgehoben.

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