17. Dezember 2018, 21:38 Uhr

Angst vor einer Bauruine

17. Dezember 2018, 21:38 Uhr
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Von Jürgen Wagner

Die Fraktion der Unabhängigen Wähler in der Stadtverordnetenversammlung sieht in der Stellungnahme von Pfarrer Andre Witte-Karp eine Bestätigung ihrer Kritik an der Kirche bezüglich des baulich maroden Kita-Gebäudes. Wie Fraktionsvorsitzender Friedrich-Wilhelm Durchdewald in einer Pressemitteilung schreibt, benenne Witte-Karp eine Sanierungsinvestition von rund 700 000 Euro in den Jahren 1997 bis 2002. Durchdewald: »Und was passierte in den inzwischen vergangenen 16 Jahren? Nichts mehr?«

Witte-Karp hatte gegenüber der WZ betont, die Kirche werde ihrer Verantwortung dadurch gerecht, dass man deutlich mache, dass ein Weiterbetrieb in dem Gebäude nur noch für eine Übergangszeit erfolgen könne. »Und dann?«, fragt die UWG. »Bedeutet diese Aussage im Kontext mit der Feststellung, dass die Kirche (Gemeinde und/oder EKHN) die Sanierungskosten nicht zu tragen in der Lage sei, dass dort danach eine denkmalgeschützte Bauruine vor sich hingammelt?«

Die Lösung wäre aus Sicht der UWG, dass die Kirche das Grundstück für einen angemessenen Betrag, der die ermittelten Sanierungskosten berücksichtigt, an die Stadt zum Zwecke der Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte überträgt, schreibt Durchdewald weiter. Dann könne die Stadt an dieser Stelle eine Kindertagesstätte in der notwendigen Größe durch Sanierung und Erweiterung der bestehenden Anlage zu einem Kostenansatz realisieren, der den sonst notwendigen Neubau »auf der grünen Wiese« sicherlich nicht übersteige. »Zudem wird damit die ansonsten betroffene Ackerfläche verschont. Eine solche Lösung würde die UWG in den städtischen Gremien uneingeschränkt unterstützen.«

Dabei sei der UWG klar, dass für diese Maßnahme eine mehrmonatige Übergangslösung geschaffen werden müsse, die die weitere Betreuung der aktuellen Kita-Gruppen durch das bestehende Personal ermögliche und dieses gleichzeitig für die Kita erhalte.



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