19. Oktober 2018, 21:51 Uhr

Andrang bei Generalsekretärin

19. Oktober 2018, 21:51 Uhr
Für 25-jährige Mitgliedschaft in der CDU erhält Alexander Kartmann (M.) aus den Händen von Butzbachs CDU-Chef Stefan Euler und der CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Auszeichnung mit Ehrennadel. (Foto: pm)

Mit etwa 200 Gästen hatten die Veranstalter nicht gerechnet; doch auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Norbert Kartmann und der Senioren-Union Hessen waren am Donnerstag Anhänger der CDU aus nah und fern in die Mehrzweckhalle nach Nieder-Weisel gekommen, um einer Rede der CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer zu lauschen.

Kartmann wies auf die schwierige Situation in Hessen hin: Man habe mit Schwarz-Grün in den vergangenen fünf Jahren eine effiziente Regierungsarbeit geleistet, dennoch werde man durch die Bundespolitik eingeholt: »Aber alles Klagen nützt nichts, es muss um jede Stimme bis zum Wahltag gekämpft werden.«

Der Vorsitzende der Senioren-Union Deutschland, Prof. Otto Wulff, sei zunächst auf die Erfolge in Hessen unter Volker Bouffier eingegangen, habe dann aber schnell auch herausgestellt, dass mit Kartmann, dem Vorsitzenden der Senioren-Union in Hessen, ein hervorragender Kandidat wieder in den Landtag entsandt würde, heißt es in einer Pressemitteilung.

Warnung vor Denkzettelwahl

Die CDU bilde eine Wertegemeinschaft, bei der jeder willkommen sei, der nach den Regeln dieser Gesellschaft und nach den klaren Gesetzen handele. Wer aber dies alles infrage stelle, müsse sich fragen, ob er hier richtig sei. »Technik und Wohlstand alleine aber nützen nichts, wenn wir nicht auch unsere Kultur behaupten«, machte Wulff klar. Hessen mit der Paulskirche in Frankfurt sei die Herzkammer der Demokratie. Landrat Jan Weckler betonte, dass es »uns so gut geht wie lange nicht mehr«, und dennoch seien viele Menschen unzufrieden. Mit Lucia Puttrich, Tobias Utter und Norbert Kartmann habe der Wetteraukreis insgesamt drei Unionskandidaten, die in Wiesbaden den Wetteraukreis gut vertreten würden.

Kramp-Karrenbauer, die nach 2017 bei den Johannitern bereits zum zweiten Mal in Nieder-Weisel war, gab zu, dass die Berliner Politik derzeit sicherlich keinen Rückenwind für Hessen gebe. Sie rief alle Anwesenden auf, in der verbleibenden Zeit zu kämpfen, die Menschen dazu zu bewegen, das Kreuz bei der CDU zu machen. Die CDU Hessen unter Volker Bouffier mache Politik für Jung und Alt. Bereits als Innenminister habe Bouffier das Thema Innere Sicherheit sehr klar wahrgenommen, und auch als Ministerpräsident habe sich Hessen zum drittsichersten Bundesland in Deutschland entwickelt. Sanktionen müssten die Menschen erwarten, die nach Deutschland kämen und die hiesigen Regeln und Gesetze verletzten, sagte Kramp-Karrenbauer. Bildungspolitik sei ein sehr wichtiges Thema auch in Hessen, und mit Kartmann habe man einen Bildungsexperten, der sich als Bewerber für den Landtag auch weiterhin für eine vernünftige, an den Bedürfnissen der Kinder und nicht an Parteiprogrammen ausgerichtete Bildungspolitik einsetzen werde. Kramp-Karrenbauer erteilte der Denkzettelthese eine klare Absage: »Die Menschen, die Wahlen als Denkzettel nutzen möchten, haben vielleicht fünf Minuten nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse zufriedene Gesichter, aber sie müssen sich auch im Klaren sein, dass sie fünf Jahre mit ihrer Entscheidung leben müssen.«

Man vernehme auf der Straße keine Wechselstimmung, aber die Gefahr, dass die CDU zwar stärkste Fraktion werde, aber nicht mehr den Ministerpräsidenten stellen könne, sei vorhanden, wenn die CDU es nicht schaffe, ihre Stammwähler zu mobilisieren.

Später beantwortete Kramp-Karrenbauer die Fragen der Anwesenden, bei »Dick Supp« und den Klängen des Organisten Franz Lambrecht wurden die Gespräche untereinander und mit der Polit-Prominenz fortgesetzt.

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