27. Juni 2017, 20:21 Uhr

Altenstadt dreht die Zeit zurück

27. Juni 2017, 20:21 Uhr
Veranstalter und Gäste des Mittelalterfestes (v. l.): Manfred Fleischmann (1250er), Zeugwart Roman Wagner vom Büdinger Mittelalterverein, Zeugwart Achim Grauling, sowie Vorsitzender Marko Appel und Barbara Müller-Walter (1250er). (Fotos: im)

Bestes Wetter, offene Höfe, angeregt plaudernde Menschen, Informationen und Austausch: Was vor acht Monaten als Idee der Altenstädter Ortskernbewohner begann, der 1250-Jahr-Feier des Ortes historischen Tiefgang zu verleihen, hat sich am Wochenende als Erfolg auf ganzer Linie entpuppt. Mit großem Interesse ließen sich Groß und Klein auf das vielseitige Angebot der Gruppe »die 1250er« um die Initiatoren Barbara Müller-Walter, Manfred Fleischmann und Günther Herrmann ein. Sie besuchten die Grundstücke im »magischen Viereck« (Zitat des Altenstädter Lehrers und Autoren Wilhelm Müller), gebildet durch Obergasse, Hintergasse, Kirchgasse und Hauptstraße, das auf die ungewöhnlichen Fundamente des Ortes hinweist. »Altenstadt war tatsächlich eine seit alters her genutzte Stätte, so die Bedeutung des Ortsnamens, die weit vor ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 767, nämlich bereits vor rund 2000 Jahren besiedelt wurde«, erläuterte Historikerin Müller-Walter im Geschichten-Café.

Geschichte hautnah erleben – das war dank der Initiative der 1250er an diesem Festwochenende möglich. So sprach im Geschichten-Café Städtebauarchitekt Rainer Tropp über die Ortskernsanierung in den 80er Jahren, Ulrich Goretzki und Hans Kröll stellten die neuzeitlichen Entwicklungen der Stadt vor, Manfred Fleischmann ging der Geschichte der »Parzelle 279« auf den Grund.

Mit dem »Altenstädter Gebabbel« hatten die 1250er einen weiteren Glücksgriff gelandet, ebenso mit der Schwertkampfgruppe »Is nur’n Kratzer« sowie den »Danze-Liut« (Tanz-Leuten) vom Förderverein Lebendiges Mittelalter in Büdingen, die die Besucher mit sehenswerten Kampf- und Tanzchoreografien erfreuten.

Traditionelles Handwerk wie Schnitzen von Bögen und Pfeilspitzen durch die Ysenburger Bogenschützen, die Seilerei von Andreas Schleicher und die Schäferei gab es ebenso zu erleben wie Führungen mit der Natur- und Kulturführerin Ulrike Wende. Nostalgische Kaffeehausmusik gab es vom Duo Melange von der Altenstädter Musikschule Gerhard Schaubach, Spannung erzeugte der Frankfurter Lokalkrimiautor Wolfgang Büttner, alias »Apfelking«. Einen weiteren historischen Hingucker boten die »Mammuts« des verstorbenen Altenstädter Motorradbauers Friedel Münch, die dessen Sohn Manfred Münch vorstellte.

Daneben war in Gassen und Höfen des Altenstädter Ortskerns für eine Vielzahl an Snacks, Gerichten und Getränken sowie lauschigen Plätzchen zu Erholung gesorgt.

Fazit der erschöpften, aber glücklichen 1250er am Ende eines langen Festwochenendes: »Aller Aufwand hat sich gelohnt, wir haben unendlich viel positive Resonanz erhalten und unser Ziel erreicht, Geschichte und Bedeutung des Ortskerns von Altenstadt wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken«, sagte Barbara Müller-Walter.

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