20. Oktober 2019, 19:17 Uhr

Alles andere als farblos

20. Oktober 2019, 19:17 Uhr
Julia Nourney (r.) und Organisatorin Julia Blatt (l.) testen das Kursangebot. (Foto: lod)

»Gin (von franz. genévrier: Wacholder) ist eine meist farblose Spiritouse mit Wacholder (Wacholderschnaps) und Hauptbestandteil vieler Cocktails, insbesondere des Martini sowie des Longdrinks Gin Tonic.« So beschreibt Wikipedia das alkoholische Getränk, das in Deutschland weit weniger Liebhaber hat als beispielsweise in den angelsächsischen Ländern. Eine Gin-Liebhaberin ist Julia Nourney aus Oberursel. Am Freitagabend brachte die international tätige Spirituosen-Fachfrau im Fauerbacher Schützenhaus einem Dutzend Interessenten das Getränk näher. Zu dem Gin-Tasting eingeladen hatte die Friedberger Gesellschaft zur Förderung deutsch-irischer Verständigung, die mit Nourney bereits mehrere Whiskey-Tastings veranstaltet hat.

»Wir stehen auf Whiskey und sind auch für Gin offen«, meinte Ralph Hecktor, der Vorsitzende des Fauerbacher Schützenvereins. Mit einem ersten Gin-Tonic mit dem klassischen »Schweppes« als Tonic-Water wurde das Tasting eröffnet. »Schweppes« habe den Tonic-Geschmack 25 Jahre geprägt, erklärteNourney, die über 40 Gins aus der ganzen Welt mitgebracht hatte. Acht davon hatte sie für das Tasting ausgewählt, darunter drei aus England, zwei aus Irland und jeweils eines aus Spanien und den USA. Mit dabei war auch ein deutscher Gin, der »Hausberg Nr.2.« Diesen hatte die Oberurselerin im Auftrag der Brennerei entwickelt, ebenso wie viele andere Gins weltweit. Grundbasis der Spirituose ist die Wacholderbeere, dazu kommen »Botanicals« von Kräutern über Wurzeln bis hin zu Gewürzen. Nicht fehlen im Glas dürfe das »Garnish«, das man am besten mit »Beigabe« übersetze, erklärte die Expertin.

Grenzen für diese Beigaben gibt es so gut wie keine. Das können Kräuter ebenso sein wie Limette und andere Früchte, aber auch ein Stückchen Tomate, wie beim amerikanischen Gin »Uncle Val’s«. »Den nennen wir Pizza-Gin«, sagte Nourney und erklärte den Teilnehmern, wie einfach es sei, Gin auf Wodka-Basis selbst herzustellen.

Gin müsse mindestens 37,5 Prozent Alkohol besitzen. »Nach oben gibt es fast keine Grenzen,« meinte Nourney, die die Teilnehmer, die alle acht ausgewählten Gins in kleinen Gläsern probierten, einlud, den ein oder anderen von ihr mitgebrachten Gin zusätzlich zu testen. Das taten denn auch die meisten Teilnehmer, die hoffen, dass Nourney auch im kommenden Jahr wieder zu ihrem »Heimspiel« in die Kreisstadt kommt.

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