03. Mai 2019, 20:03 Uhr

»Alle Standorte prüfen«

03. Mai 2019, 20:03 Uhr

Seit der Bürgermeisterwahl herrscht Funkstille in Sachen gemeinsames Sportzentrum für Ober- und Nieder-Rosbach. Ob dieses überhaupt kommt und – falls ja – tatsächlich nördlich der Kapersburgschule entstehen soll, wie es Ex-Bürgermeister Thomas Alber favorisiert hat, darüber wird in Kürze wieder debattiert werden. Laut einer Pressemitteilung der ihn unterstützenden CDU will Bürgermeister Steffen Maar (parteilos) bei der Sportstättenentwicklung »zunächst alle möglichen Standorte auf deren Realisierungsmöglichkeiten« prüfen. Bereits seit Längerem wird in Rosbach gestritten, ob die Eisenkrain-Halle in Nieder-Rosbach saniert oder abgerissen werden soll. Auch würde die Stadt beim Baugebiet Obergärten II den dortigen Sportplatz gerne ebenfalls als Grundstücksfläche anbieten. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts hatte die städtische Arbeitsgruppe »Sportstätten« mögliche Standorte untersucht und (als Vorzugsvariante) die Errichtung eines gemeinsamen Sportzentrums für Ober- und Nieder-Rosbach nördlich der Kapersburgschule empfohlen.

»Wir haben es immer für falsch gehalten, sich von Beginn an schon auf einen Standort zu fixieren«, sagt CDU-Fraktionschef Jörg Egerter. Neben dem Wunsch der Sportvereine müssten auch die finanziellen und die naturschutzfachlichen Aspekte bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden.

Alber hatte im Bürgermeisterwahlkampf neben der Zentralisierung der Sportstätten einen 68 Hektar großen »Natur- und Bewegungspark« auf den Grünflächen neben der B 455 vorgeschlagen, der »den Wünschen der Bevölkerung nach mehr individuellen Bewegungs- und Freiräumen in der Natur« Rechnung tragen könnte – was aber auch auf Kritik gestoßen war. Wie CDU-Mann Egerter nun mitteilt, habe die Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises bereits im März 2018 in einer Stellungnahme an die Stadt einen Sportstandort an der Kapersburgschule in der von Alber beabsichtigten Größe aus naturschutzfachlichen Gründen ausgeschlossen. »Dass hierüber weder die Mitglieder der Sportstätten-AG noch die Stadtverordneten zeitnah informiert wurden, ist schlicht ein Unding«, sagt Egerter. Laut ihm will Bürgermeister Maar die Mitglieder der Sportstätten-AG für Montag, 17. Juni, einladen, um zum aktuellen Stand der Planungen zu berichten.

Richtig findet Egerter, dass Maar bei der Neuaufstellung des Regionalen Flächennutzungsplanes Erweiterungsflächen für die Kapersburgschule vorsieht. Egerter: »Dies ist absolut der richtige Weg, denn bereits heute müssen unsere Schüler zum Teil in Containern unterrichtet werden. Dies darf, auch vor dem Hintergrund des Bevölkerungswachstums durch die neuen Baugebiete, kein Dauerzustand werden.«

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