06. März 2019, 21:17 Uhr

AfD spricht von »CO2-Kinderkreuzzug«

06. März 2019, 21:17 Uhr

Die AfD Wetterau kritisiert in einer Pressemitteilung die »Instrumentalisierung des ›CO2-Kinderkreuzzugs‹«. Das Lob von Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Schülerdemos rund um den Klimawandel »Fridays for future« zeige »die ganze Sinnlosigkeit« auf, schreibt Andreas Lichert im Namen des AfD-Kreisvorstands. »Die Schüler werden instrumentalisiert, rennen offene Türen ein und tragen dadurch weiter zur Emotionalisierung und Entsachlichung der Klimadiskussion bei.«

Die AfD Wetterau begrüße, dass junge Menschen sich Gedanken um die Zukunft machten und sowohl die Natur als auch die Welt schützen wollten. Doch melde sie Kritik an dem »Wie« und dem »Wann« an.

Es sei ein gut dokumentiertes Merkmal totalitärer Staaten, dass sie stets die »Lufthoheit über die Kinderbetten« angestrebt hätten, da sich Kinder und Jugendliche besonders leicht indoktrinieren ließen. Die AfD verwendet hier ein Zitat von Olaf Scholz (SPD), der dies Ende 2002 im Zusammenhang mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung gesagt hatte.

Seit den 70er Jahren existiere ein Überwältigungs- bzw. Indoktrinationsverbot in der politischen Bildung an Schulen. Lichert: »Eine Privatisierung der Indoktrination durch Parteien, Vereine und NGOs stellt keinen Gewinn dar, da gerade durch solche Demos ein hoher Gesinnungsdruck an den Schulen aufgebaut wird, dem Heranwachsende kaum entgehen können.«

Laut AfD wäre es sinnvoller, wenn Kinder bei sich selbst anfingen, wenn sie es mit dem Natur- und Umweltschutz wirklich ernst meinen würden. »Beginnen könnten sie damit, dass sie ihre Eltern nicht mehr als Chauffeur einsetzen, sondern zukünftig die Wege zu Fuß, per Rad oder Bus selbstständig erledigen, sofern dies möglich ist. Nicht zu vergessen, dass der eigene Abfall im Mülleimer und nicht auf der Straße landet. Ebenso wäre ein Tausch von Nutella gegen selbst gemachte Marmelade ein Ansatz, um Palmöl mit seiner verheerenden Wirkung auf Tier und Mensch einzusparen.« Den persönlichen Einsparungen und Lerneffekten seien keine Grenzen gesetzt, sie »setzen aber Zielstrebigkeit und wirkliche Überzeugung voraus«.

Kinder und Jugendliche müssten »nicht die Schule schwänzen, den Erwachsenen Vorschriften machen oder sie sogar erpressen, um Hinweise auf eine bessere Welt zu geben«. Da sie die Zukunft seien, werde es auch an ihnen persönlich liegen, wie sie diese Zukunft gestalteten. »Die Spaß- und Konsumgesellschaft ist dazu sicher nicht der richtige Weg.« Lichert: »Wir glauben nicht, dass die Kinder von ›Fridays for future‹ dies alles in ihrer ganzen Tragweite verstehen können. Umso wichtiger, dass Erwachsene verantwortungsvoll handeln und hier keine gefährlichen Präzedenzfälle schaffen.«

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